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Thema: Aus dem Tagebuch...

  1. #1
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    Daumen hoch Aus dem Tagebuch eines alten Bikers 48

    Der tägliche Krieg zwischen Autofahrer und Biker geht mittlerweilen verschärft weiter!
    Offenbar wurden die Messer über den Winter schärfer geschliffen und der Kampfgeist der Autofahrer gestärkt, anders läßt es sich mittlerweilen nicht mehr erklären, daß sogar schon österreichische Tageszeitungen zugestehen, daß der Großteil der Verkehrsunfälle mit Bikern von Autofahrern verursacht wird. Und daß es daran liegen könnte, daß sich die Autofahrer erst an uns Biker gewöhnen müssen, gilt auch nimmer, mittlerweilen haben wir Juni, so minderbemittelt kann kein Führerscheinbesitzer sein, oder?

    Zeitgleich wird aber uns Bikern der Kampf angesagt, nämlich auch noch seitens der Behörden, wenn wir aus purem Überlebensinstinkt heraus die db-Killer demontieren oder, wie vor kurzem auf einem Goldwing-Treffen gesehen, die Bikes immer mehr Ähnlichkeit mit selbstfahrenden Christbäumen erhalten. das geht nicht, das darf man nicht und das ist nicht erlaubt und sowieso… dabei wollen wir nur eines: Überleben!

    Wenn man uns schon mehr oder weniger dauernd übersieht, dann soll man uns wenigstens hören und dazu brauchen wir… na, was brauchen wir? richtig!!! db ohne Ende!!! Aber erkläre das mal jemand den behördlich anerkannten Geistesblitzern in unseren Verwaltungsapparaten… und den Autofahrerclubs, die ja auch angeblich unsere Interessensvertretung sein wollen… und wo vertreten sie unsere Interessen? Nirgends! Im Gegenteil, bei den jährlichen Kontrollen unserer Bikes werden so unnütze Sachen wie db-Killer auf Anwesenheit geprüft, diverse Geräuschmessungen durchgeführt, aber daß wir, um unsere Sicherheit bedacht, sowieso die Bremsen in Schuss halten und vielleicht deutlich hörbar durch die Geografie fahren wollen, das wird unter den Tisch gekehrt! Was ist den bloß so ein Biker, wichtiger ist doch, daß die Stromversorgung der tiefergelegten 3′er für die Basswumme im Heck passt und nirgends ein Kabelbrand auftreten kann…

    Und wenn wir diese Überprüfung irgendwie doch überstanden haben und uns irgendwie gegen diese schallgetriebenen Blechdosen behaupten können, dann werden wir bei allen Gelegenheiten, die sich so im Alltag bieten, geschnitten, beschimpft und gequält… in Österreich z.b. ist es erlaubt, mit angemessenem Tempo an einer stehenden Kolonne vorbei zufahren, was tun nun die Ösi-Dosentreiber? Behindern, gefährden und jede Lücke schließen, damit wir ja nicht vor können! Weil wenn sie im Stau stehen, sollen wir das natürlich auch! Das sie eine Klima drinnen haben, das ist ja wurscht, daß wir im Gegenzug auf Grund eines Hitzekollapses mitsamt unserem moped auf ihre geheiligten Konservendosen drauf fallen können, wurscht… behindern, wo’s nur geht... und wenn’s irgendein Leben kostet! Auch im Regen gilt sinngemäß das selbe, nur daß wir halt ersaufen anstatt einem Hitzeschlag zu erliegen…

    Klar, wir sitzen im Freien und sollten das bedenken, wenn sie in ihren Dosen schwitzen! Aber nehmen sie auf uns rücksicht, wenn wir im regen daherschwimmen??? Nein! Da wird erst recht gedrängelt und geschnitten, koste was es wolle, daß wir aber unter Umständen auf dem Heimweg von der Arbeit sind, weil wir mit unseren Bikes weniger Parkplatz brauchen und weniger Sprit in die Luft blasen, das zählt nicht, das ist nicht einmal den geringsten Gedanken wert! Selbst die Idee wir könnten Familie, Kinder haben, wurscht, nur ein toter Biker ist ein guter Biker.
    (Quelle:motorrad-news.com/Grazer)

    ...in diesem Sinne viel Glück auf unseren Straßen.

    der
    V-Storm
    Geändert von V-Storm (18.10.2010 um 18:15 Uhr)
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  3. #2
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    Standard Aus dem Tagebuch...

    In Serie werden hier ein paar Anekdoten aufgeführt,die im einzelnen nicht unbekannt aus dem eigenen Leben sind.
    Lest weiter:
    * * *
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  4. #3
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    Standard Aus dem Tagebuch eines alten Bikers 47

    ...und ich bin nicht voreingenommen...

    Mittlerweilen bin ich schon etwas mehr als ein Jahr Goldwinger. Es wird Zeit, einmal eine Zwischenbilanz über diese Zweirad-Beziehung zu ziehen und vorsichtig in die Zukunft zu blicken, sofern es eine geben kann… immerhin ist die Goldwing unbestritten eine eigene Kategorie Motorrad, welche mit nichts aus dem herkömmlichen Spektrum zu vergleichen ist.

    Nun, in dieser Zeit habe ich gute 20.000km zurück gelegt, dabei einige schöne Landstriche im wahrsten Sinne des Wortes erfahren, viele Kehren geschwungen und auch einiges an Kilometern auf Dosenbahnen zurück gelegt. Aber alles in allem, ich hatte es nie nötig die Wing zu bezwingen, im Gegenteil, ich konnte mich immer von ihr leiten lassen!

    Zugegeben, die ersten Meter waren von einer beinahe sichtbaren Aufregung und einem dezent mulmigen Gefühl begleitet. Beides jedoch hat sich im laufe der Zeit, spätestens jedoch nach dem ersten Fahrsicherheitstraining gelegt. Dafür kam ein unbeschreibliches Gefühl der inneren Befriedigung, der Unbeschwertheit und des Vertrauens in dieses einzigartige Fahrzeug zum Vorschein.

    Auch heute noch, wenn ich mich ungeachtet des Wetters in den Sattel schwinge und mich dem herrlichen Gleitens mit der Sechszylindrigen hingebe, dann ist dieses Gefühl sofort da, eigentlich schon mit dem drücken des Startknopfes…

    Doch zurück zum Eigentlichen: was ist anders?

    Im Grunde genommen ist eigentlich nichts anders als bei einem anderen Motorrad, doch in Wirklichkeit ist alles anders! Zuerst einmal beginnt schon beim Anblick und beim näherkommen der Mythos “GoldWing” seine Macht auszuüben, irgendwie fesselnd, wie sie da steht, so massiv, so groß, wie ein dom… oder wie ein Fels in der Brandung… kantig, geradlinig, massiv, aber trotzdem in einer ihr eigenen eleganz, sanftmütig, zurückhaltend, wie eine Grand Dame aus der Ära einer Audrey Hepburn oder einer Grace Jones… klingt jetzt sehr gegensätzlich, was es in vieler Augen auch sein mag. Sofern man eine der beiden damen kennt. Aber eigentlich ist da kein Gegensatz zu finden, denn beide haben ihre Epoche und ihr Metier geprägt, so wie seit Beginn an die Goldwing den Begriff des Motorrades geprägt und verändert hat. Und darüber denke ich, braucht nun wirklich Niemand eine Grundsatzdiskussion zu beginnen, oder???

    Das wissen um die außergewöhnlichen Eigenschaften, um die Ideen und den Grundgedanken im Umfeld dieser Maschine, auch die vielleicht grenzwertig anmutenden Eckdaten, wie das Eigengewicht oder Hubraum oder Zylinderzahl, all das mag, wenn nicht Ehrfurcht, so aber doch ein Mindestmaß an Respekt hervorrufen. Vieleicht auch etwas Angst, wenn man in der Situation ist, dieses Motorrad bewegen zu müssen. Doch, ist diese Angst begründet? Nein, nicht im geringsten! Ein bißchen Respekt schadet zwar nicht, aber Angst ist einfach nicht nötig!

    Eines ist sicher: wenn man nicht in der Lage ist, mit seinen zwei Beinen fest am Boden zu stehen, weil man zu klein ist, dann sollte man vieleicht doch ein etwas dezenteres Motorrad wählen, vieleicht eine F6C. Eine Wing ist doch etwas zu massiv, um sie nur auf Zehenspitzen zu halten, da braucht ebenfalls niemand drüber zu diskutieren! Man muß ein Motorrad nun mal in jeder Situation sicher abstellen können und dazu gehört auch, daß man den Boden sicher erreichen kann. Die Kraft, die Wing zu halten, ist eigentlich nie wirklich ein Problem, ich denke, daß es nur sehr wenige Motorräder gibt, die dermaßen gut ausgewogen und ausbalanciert sind, daß sie einer Wing das Wasser reichen können…

    Jedenfalls, ich habe bisher kaum Momente erlebt, wo ich die zahlenmäßig hohe Masse der 15′er wirklich gespürt hätte, außer beim Aufstellen, aber da ist eigentlich so ziemlich jedes Motorrad schwer… Doch mit der richtigen Technik geht alles! Klarerweise war das Rangieren, vor allem rückwärts, nicht immer einfach, aber mit ein bißchen Übung und entsprechend vorausschauender Parkweise lassen sich fast alle Situationen vermeiden. Und wenn mal nix mehr geht, dann kommt eben auch schon mal die elektrische Rückfahrhilfe, ein echter Rückwärtsgang ist es ja nicht, zum Einsatz… Ein stolzer Winger vermeidet solche Manöver doch recht gerne. Auch das Aufbocken auf den Hauptständer ist bei einer gefühlten halben Tonne (okay, in natura gute 420kg!) kein echtes Problem, da der HS gut plaziert ist.

    Tja, damit hätten wir eigentlich die kritischen Momente durch, abgesehen vom tanken ist so ziemlich alles ein Vergnügen mit der Grand Dame der Landstraße! Obwohl das tanken auch nicht so schlimm ist, vor allem, wenn man bedenkt, daß doch sechs Zylinder mit einem Gesamthubraum von 1520 ccm ihren Dienst versehen, da ist ein Durchschnittsverbrauch im Alltag von durchweg unter 7 Litern auf hundert Kilometern eigentlich ganz gut. Auf Reisen sind es sogar bei gemächlicher, geruhsamer und entspannender Fahrt grad nur mehr 5,2 Liter! Und das bei einem Reisegesamtgewicht von guten 600kg inklusive Fahrer und Campingausrüstung! Da gönnte sich das Begleitfahrzeug, eine 750′er Magna deutlich mehr! ...das bei halbem Hubraum!

    Natürlich besteht das Leben mit einer Wing nicht nur aus Rangieren, Auf- oder Abbocken oder Tanken, es gehört auch das Fahren dazu! Eigentlich meint man, daß so ein Brocken auf zwei Rädern relativ träge sein müßte, das stellt sich aber sehr schnell als Irrtum heraus! Wieselflink lassen sich Stadtverkehr oder Bergstraßen bezwingen, ruhige Autobahngleitstücke sind auch kein Problem. Knackige Überholmanöver oder rauschendes Kurvenschwingen ebenfalls nicht. Das man so manchen anderen Verkehrsteilnehmer verblüfft zurück läßt. Nun, das kann man als unterhaltsame Nebenwirkung zählen… selbst mit voller Beladung bleibt die Wing gut beherrschbar und stellt niemanden vor ein großes Problem. Voraussetzung dafür ist natürlich, daß man dem Fahrwerk ein bißchen mit progessiven Federn, Gabelstabi und guten Reifen unter die Arme gegriffen hat. Die Anpassung des luftunterstützten Federbeins an der Hinterradaufhängung ist natürlich Grundvoraussetzung. Klar ist sie nicht unbedingt mit einer 180kg-Sportmaschine zu vergleichen, aber mit den üblichen Tourern kann sie locker mithalten, vor allem was Komfort und Gutmütigkeit anlangt.

    Zu guter letzt gehört natürlich ein mindestmaß an Wartung zum Leben eines Bikers. So manches macht man einfach selbst, so manches überläßt man der Werkstatt und ärgert sich über horrende Preise und hin und wieder werden eben auch dezente Kampfspuren zu beseitigen sein. Nun, solange die Kampfspuren nicht zu arg sind, halten sich die Kosten in Grenzen und, eine gute Werkstatt vorausgesetzt, auch die Werkstattkosten sind nicht übermäßig hoch. Wenn man selbst Hand anlegt, mit ein paar Kniffen, die man durchwegs bei einem Werkstattbesuch verinnerlichen kann, ist nicht einmal der Hinterradausbau langwieriger als bei so manch anderem verkleideten Bike. Zum Beispiel läßt sich der komplette Heckaufbau in einer guten Viertelstunde demontieren und ebenso schnell wieder montieren! Auch der Zugang zu den Kerzen oder zum Luftfilter, alles kein großer Aufwand. Wohingegen bei anderen Bikes z.B. ein Kerzenwechsel ohne fluchen und 'ne Tankdemontage nicht zu bewerkstelligen ist. Selbst der Radioausbau beim Luftfilterwechsel stellt kein Hindernis dar, in einer halben Stunde ist der Luftfilter getauscht, dazu war nicht einmal eine Werkstatt nötig…

    Nur, ja "nur" die Unterwegs-Pannen, wie kaputte Birne im Frontbrenner, die sind etwas sehr umständlich, weil dazu der Doppelscheinwerfer ausgebaut werden muß… und sinnvollerweise dafür die Frontabdeckung der Scheibe abzunehmen ist! Das hätte man sicher besser lösen können, oder?

    Nachtrag: Hiermit verziehe ich mich nun mal für ein paar Wochen;
    … wie heißt es in einer alten Schnulze so treffend?

    "I’m on the road again…"

    (Quelle:motorrad-news.com/Grazer)


    ...Zitat V-Storm: Wer auf altbacken,massig und rustikal steht, kann ja bei Honda mal anfragen, ob es mittlerweile 'ne Einbauküche im Landhausstil für dieses Gefährt gibt.
    Geändert von V-Storm (18.10.2010 um 18:14 Uhr)
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    Monkey (28.06.2010)

  6. #4
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    Grübeln Aus dem Tagebuch eines alten Bikers 44

    Hin und wieder, wenn ich so in diversen Motorradforen schmökere, dann fällt mir relativ regelmäßig immer wieder so eine ABS-Diskussion auf…

    Egal, wie abgedroschen das Thema auch sein mag, es kommt regelmäßig wieder, so wie Weihnachten, oder Ostern oder Sylvester… und dann kommen immer wieder die überdrüber-Meldungen, warum kein ABS und dann halten wieder welche dagegen, welche im ABS das absolute Allheilmittel gegen menschliche Dummheit finden, zumindest erweckt es den Anschein…

    Dann wird die Diskussion ausgeweitet auf Integralbremsen, Kombibremsen, Antischlupfregelung, oder neudeutsch Traction Control, und die ganzen Diskussionen, daß man das Zeug heutzutage unbedingt braucht… und dann kommen wieder irgendwelche jugendliche Heißsporne daher mit ihren Behauptungen, sowieso die ganze gesammelte Lebensweisheit von uns alten Säcken über 40, mit dem Löffel gefressen zu haben…

    Im Prinzip sind die ganzen Helferleins ja nichts schlechtes, aber auch nur in einem gewissen Rahmen gut. Nicht in jeder Situation bringt z.b. das ABS Vorteile, es kann auch Probleme bringen, die man ohne ABS nicht hätte… Es gibt nichts, was nur Vorteile hat, wie heißt es so schön?: "Wo Licht ist, ist auch Schatten"… und der Spruch hat nach wie vor Gültigkeit und darüber diskutiert ja auch niemand…

    Nicht, daß ich jetzt diese Helferleins verteufeln wollte, aber auf der anderen Seite, ich fahre nun schon seit mehr als 20 Jahren Dose bzw. Motorrad und lebe immer noch, und das alles ohne unterstützende Elektronik! Zwar bin ich nun deshalb nicht automatisch der bessere Fahrer, aber vielleicht einfach eine Spur umsichtiger, weil mir eben die Helferleins fehlen… und ja, ich geb’s offen zu, es gab schon so manchen Moment, wo ich mir zum Beispiel eine Antischlupfregelung gewünscht habe. Letztes Jahr zum Beispiel, als ich mit meinem Bike auf einer Betonfahrbahn im strömenden Regen beschleunigen mußte um in den Hauptverkehr ohne zu behindern Einspuren zu können, was aber auf Grund des irren Drehmomentes des Sechszylinders beinahe in die Hose gegangen wäre… Klar, durch diverse Fahrsicherheitstrainings gelang es mir trotzdem, und vielleicht auch durch erfahrung und einer gehörigen Portion Glück, das Dickschiff aufrecht zu halten und sogar in Schwung zu bringen, aber gemütlich war das Unternehmen keinesfalls, eher das Gegenteil…

    Das ABS, naja, es ist schon lässig, aber bisher hatte ich noch kein einziges mal eine Situation, außer beim Training, wo ich es auch ernsthaft gebraucht hätte, oder es mir gar gewünscht hätte! Ich hab’s nicht und es fehlt mir auch nicht! Mit ein bißchen Hirn, Gefühl und Vorsicht schaffe ich es, daß ich in der Saison selten öfter als vier mal hart bremsen muß, im Alltag, nicht im Training… wozu sollte mir also das ABS fehlen? nur um ein Lämpchen mehr am Instrumentenbrett zu haben? ...aber nicht im Ernst…

    Die ewige Argumentation “mit ABS kannst lenken beim Bremsen” ist sowieso der letzte Schrott. wenn ich mit Gefühl bremse, kann ich auch lenken beim Bremsen, sogar wenn ich hart bremse… und? Na sowieso, das Folgeargument, daß das ganz gut ist, weil wenn zum Beispiel jemand dir die Vorfahrt nimmt, oder du ganz plötzlich auf eine Kolonne oder einen Stau triffst… Da soll mir das ABS helfen, weil ich kein Problem mit lenken beim Bremsen habe? Doch nicht im Ernst, oder? Ich meine was hilft es mir, wenn ich zwar lenken kann beim Bremsen, aber es keinen Platz gibt, wohin ich mein Fahrzeug lenken kann? Zum Beispiel auf der Dosenbahn, da sind Leitschienen, die mir sicher nicht ausweichen, nur weil ich mit ABS bremse und dabei lenken kann… Wenn nun mal kein Platz mehr ist, dann ist eben kein Platz, das ist eine unbestreitbare Tatsache! Oder wenn ich zu schnell in eine Kurve gehe, da hilft mir das ABS? Is doch Quatsch! Weil zu schnell ist eben nun mal zu schnell, und egal, wieviel Elektronik, die Grenzen der Physik werden als Grenzen bezeichnet, weil sie unverrückbar sind… Da interessiert es die Physik überhaupt nicht, welche Elektronik im Bike vorhanden ist… Hier gibt es so Dinge wie den kamm’schen Kreis… und der ist das Gesetz, das die Grenzen beschreibt! Aus Ende,Finito fertig!

    Mit solchen Argumentationen erreicht man bei mir gar nichts, aber schon überhaupt nichts… außer daß ich den Verwender solcher Argumente für einen Idioten halten muß… und daß in mir der Verdacht aufkommt, daß da jemand Elektronik als Hirnersatz sieht…

    Ein Stau auf der Dosenbahn, der ist schon recht weit zu erkennen, selbst wenn er in einer Kurve auf der Bahn beginnt, sollte ich ja mit etwas Hirn nur so schnell sein, daß ich noch rechtzeitig anhalten kann… Dann brauche ich aber auch kein ABS! Und wenn mir jemand die Vorfahrt nimmt, klar gibt es, aber selbst ich ignoranter und sturer alter sack konnte bis dato immer noch so reagieren, daß dabei nichts geschehen ist. Okay, mal härter in die Eisen gehen, aber das war’s dann auch! Und dann hupen, schimpfen und fertig… Irgendwie spürt man das ja schon vorher, daß da ein Idiot daher kommt oder? Oder die Tante eher in den Schminkspiegel sieht, als aus dem Fenster…

    Nun mögen mich manche für einen Kurvenschmuser oder Blümchenpflücker halten, aber ich denke erst mal nicht daran, mich dagegen zu wehren, weil’s mir wurscht ist und zweitens kenne ich einige, die gerne mit mir fahren, weil sie mein Tempo als entspannend und dennoch angenehm flott empfinden… und die, die mich kennen, mögen mich, und die anderen können mich…
    (Quelle:motorrad-news.com/Grazer)

    Zitat V-Storm: Er hat sich selbst beschrieben(Bold), im Alter wird man unbelehrbar! Als Ganzjahresfahrer habe ich schon mehrfach die Vorzüge des ABS genießen können,da war weder Vorfahrt,Stau,Kurve oder zu schnell der Grund,sondern eine nichtvorhersehbarer Fahrbahnzustand oder Wildwechsel,usw. In der kalten Jahreszeit ein Muss und es gilt:"Lieber haben und nicht brauchen,wie brauchen und nicht haben !!!" So, ich bin jetzt ein Idiot
    Geändert von V-Storm (18.10.2010 um 18:13 Uhr)
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    Monkey (28.06.2010)

  8. #5
    Rollero
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    Da bin ich auch gerne Idiot, der Roller hats und ich habs noch nicht ausprobieren müssen! Hoffentlich bleibt das so!

  9. #6
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    Frage? Aus dem Tagebuch eines alten Bikers 43

    Das ewige “ich hab sie nicht gesehen” geht mir irgendwie auf die Eier! Wieso kann keiner ehrlich zugeben, daß er/sie einfach unaufmerksam war? Oder einfach ignoriert hat, daß da auch noch ein Motorradler unterwegs war? Ist es so schlimm, mal ausnahmsweise die Wahrheit zu sagen?

    Ich meine, daß ein Motorrad, das von "Natur" aus mit bis zu 6 Scheinwerfern an der Front bestückt ist, eigentlich sehr schwer zu übersehen ist, vor allem, wenn das Bike dann noch um die 450kg mit bringt, die sind nun mal auch etwas voluminöser als so ein 50ccm-Scheißerchen… und vor allem, wenn man mal darüber nachdenkt, daß man grad mal drei Meter von den Scheinwerfern entfernt ist, als man beginnt, dem Biker knallhart die Vorfahrt zu nehmen. In einer Situation, wo der Biker eigentlich schon beinahe nichts mehr machen kann, da er naturgemäß beim abbiegen ja eine gewisse Schräglage einnehmen muß…

    Klar, man kann im nachhinein, sofern es der Biker irgendwie doch überlebt hat, ihm erklären, daß er langsamer hätte fahren müssen, aber Entschuldigung, ein Biker biegt im Regelfall in einem Wohngebiet sehr selten mit mehr als knapp über Schrittgeschwindigkeit ab, vor allem, wenn er weiß, daß dort auch Kinder wohnen! Hingegen kann man mit ruhigem Gewissen davon ausgehen, daß gut 90% aller Dosenlenkerinnen mit allem möglichen, nur nicht mit dem Verkehr vor der Nase beschäftigt sind,das auch noch sehr oft mit überhöhter Geschwindigkeit… soviel zum naturgegebenen Mutterinstinkt von Frauen…

    Immer wieder bekommen wir Biker zu hören, daß wir durchweg alles nur Raser und Rowdies seien, aber daß auch unter den Dosenlenkern genauso wie unter den LKW-Fahrern einige schwarze Schafe zu finden sind, wie auch unter uns Bikern, und nicht alle Raser und Rowdies sind, das hat sich ganz offensichtlich noch nicht herum gesprochen! Wer, wenn wir Opfer solcher intelligenzverweigernden Blindgänger geworden sind, bringt unseren Partnern, unseren Kindern und auch unseren Eltern bei, warum wir “geopfert” wurde?!? Das wir vielleicht ausnahmsweise regelkonform und rücksichtsvoll unterwegs waren, als wir der Ignoranz zum opfer gefallen sind…

    Man mag es offensichtlich nicht glauben, aber unter uns Bikern gibt es sehr sehr viele Familienmenschen mit Partnern und Kindern und auch Freunden… ist der Gedanke so abwegig? Für so manche anderen Verkehrsteilnehmer ganz offensichtlich. Wobei eigentlich die 83 toten Biker aus dem Vorjahr in Österreich mit vermutlich mehr als der Hälfte unschuldig zum Handkuß gekommen sind…

    Sicher mag es für den einen oder anderen so aussehen, als seien wir alles Raser, doch bei vielen von uns ist der Dreh am Gasgriff nur eine Fluchtreaktion, weil wir im Gegensatz zu anderen nur zwei Räder zum überleben haben, was offenbar eine völlig neue Erkenntnis zu sein scheint, oder wie erklärt man jene Dosenlenker, die im Zickzack unterwegs sind, weil sie grad noch schnell eine SMS tippen müssen oder sich grad mal den Morgenkaffee (den man üblicherweise entweder Daheim oder in der Firma mit Kollegen genießt) über das Dekollete oder die Kirchenglocken gegossen haben? Und was ist mit den Müllfahrern, die ihre halbentleerte Kiste ohne Plane durch die Gegend donnern lassen, wohl wissend, daß der Sog den letzten Dreck raus saugt und in den Gegenverkehr flattern läßt?

    Dann kommen diverse Verkehrssicherheitsexperten, Minister, Doktoren und Kuratoren daher und faseln irgendwas von wegen Miteinander … Schreibtischtäter, mehr nicht. Sonst würden die sich sicher mal Gedanken machen, wie das ganze Theater mit Straßensperren, Tempolimits und sonstigen Verboten für Menschen der untersten Lobbyklasse, nämlich uns Bikern, aussieht! Aber woher denn auch, weil jeder seinen eigenen Chauffeur hat, niemals im Leben je auf einem Motorrad gesessen hat oder gar damit gefahren ist und außer heißer Luft nix anderes im Kopf hat…
    (Quelle:motorrad-news.com/Grazer)

    ...und weiterhin wird Krieg herrschen, zwischen den Klassen...
    Geändert von V-Storm (18.10.2010 um 18:12 Uhr)
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  10. Die folgenden 2 Mitglieder sagen Danke zu V-Storm für diesen nützlichen Beitrag.

    Lady (21.07.2010),Monkey (28.06.2010)

  11. #7
    Avatar von Cappu
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    Zitat Zitat von V-Storm Beitrag anzeigen
    "Lieber haben und nicht brauchen,wie brauchen und nicht haben !!!"
    Klasse

    wenn du denkst du hast das Glück.........
    is entweder die Batterie leer oder es regnet

  12. #8
    Avatar von Roland
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    toller Beitrag.
    Roland

  13. #9
    Avatar von V-Storm
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    Cool Aus dem Tagebuch eines alten Bikers 49

    Irgendwie sind sie ja putzig, die Rucksäcke und kleinen Schultaschen, an welchen vorne Kinder ran geschnallt sind… Ja, sind wirklich putzig, die Kleinen! Vor allem, wenn sie dann so auf cool, lässig und wichtig machen, da könnte es so einen alten Sack wie mich fast vom Bock werfen! Und so ganz nebenbei erinnern sie mich an meine Kleinen, die waren ja auch nicht anders! Wenn dann noch die Freunde und Nachbarskinder dabei sind… da wird gequasselt, natürlich nur die allerwichtigsten Themen, mit aller Ernsthaftigkeit, so als ob sie gerade einen Plan zur Sicherung des Weltfriedens und der Benzinreserven ausarbeiten würden… einfach putzig…

    Und da ich ja in direkter Umgebung einige Schulen, auch ein paar Kindergärten und Kindertagesstätten habe, bin ich sozusagen nicht nur dabei, sondern mitten drin! Als eifriger Nutzer einer Laternengarage sowieso… jedenfalls, immer wieder, eigentlich beinahe täglich, marschieren da zwei so Exemplare dieser Zwergeuropäer quer über den Parkplatz, sehr oft in irgendeines dieser wahnsinnig wichtigen Gespräche vertieft, keine Ahnung, worum’s da genau geht. Aber einmal, da war der nahegelegene Schachtelwirt das Thema… wurscht…

    Dann wird zuallererst, so wie es sich für zwei angehende Gentlemen gehört, die ältere Dame aus dem Erdgeschoß, die Morgens immer am Fenster lehnt, begrüßt. Der obligatorische Smalltalk, den hätte ich beinahe vergessen… naja, seit sie Witwe ist, hat sie ja sonst nichts und niemand mehr, also genießt sie das morgendliche Treiben der Zwerge… Natürlich plaudere ich auch mit ihr, sie ist ja nett und hat sonst nur Langeweile, zumindest bis sie ihren täglichen Weg zum Kiosk macht.

    Jedenfalls nach dem Smalltalk mit der alten Dame dann immer der vorsichtige Seitenblick zu dem gefährlich aussehenden Typen an dem riesen Motorrad, man weiß ja nie… und irgendwie geheuer bin ich den Zwergen offensichtlich nicht wirklich... wurscht, mir jedenfalls. Aber einen Seitenblick müssen die Lilliputaner dennoch riskieren, irgendwie übt das schwarze Motorrad doch eine gewisse Anziehungskraft auf die Miniatureuropäer aus, es ist nicht zu übersehen. Gut, könnte aber auch daran liegen, daß meine Goldwing sich nun doch ein wenig von den üblichen Motorrädern unterscheidet, nicht nur, was die Anzahl der Scheinwerfer an der Front, sondern auch die Ausmaße der Front anlangt, und daß sie sehr oft auf dem Hauptständer abgestellt ist. Nun die anderen Abmessungen der zweirädrigen Skulptur sind auch nicht ohne, deutlich mehr jedenfalls als von den Üblichen…

    Eines Tages, die zwei Zwerge kommen grad wieder ihres Weges, der obligate Smalltalk mit der alten Dame, die Seitenblicke zu mir, und dann, .....ganz plötzlich, faßt sich einer der Beiden ein Herz und kommt vorsichtig zu mir an's Bike. Mit einem dezenten Respektabstand (man weiß ja nie, was die Wilden mit ihren Motorrädern so unverhofft mit Zwergen machen könnten!) stellt er fest, daß ich ein schönes Motorrad habe. Ups, ...nach dieser absoluten Neuigkeit des Tages entgleitet mir ein . Zugegeben, ein sehr breites Grinsen, aber es sieht ja wirklich urkomisch aus, wie der zwerg mir total wichtig erklärt, daß auch er findet, daß mein Motorrad schön ist. Gut das wird sich noch ändern, also, seine Meinung über schöne Motorräder, aber eine gewisse Faszination hat sich offensichtlich in sein Herz eingebrannt und veranlasst ihn also in seiner vollen Wichtigkeit, mir dieses mitzuteilen.

    schön…

    doch und eigentlich ist es mir wurscht…

    Aber diese Wichtigkeit, diese existenzielle Ernsthaftigkeit und dieser Heroismus in der Tat dieses Zwerges, all das läßt mich hoheitsvoll nicken, sogar zustimmend nicken! Stellt euch das einmal vor, ich nicke! Und grinse dabei, andere könnten jetzt natürlich fehlerhafterweise vermuten, ich hätte gelächelt, aber das lehne ich kategorisch und mit aller Vehemenz ab, ich habe definitiv gegrinst!

    wurscht…

    Doch dann rafft sich der Minimann zu einer wahren Heldentat auf, die seinem Compagnon die volle Bewunderung seines Heldenmutes abringt: Er kommt näher und versucht einen Blick auf’s Armaturenbrett zu erhaschen, vielleicht sieht er sogar den Tacho… doch… Erstens kommt es anders und Zweitens als man denkt, und das gilt auch für diesen kleinen Helden. Er ist zu klein, er kann nicht einmal über die Seitenverkleidung des Bikes drüber gückseln! ...keine Chance…

    Enttäuschung macht sich in seinem Gesicht breit, ersetzt den Heldenmut und, naja, hochziehen und auf den Zehenspitzen balancieren, ...auch kein Erfolg! Der Wilde, dem dieses ach so interessante Motorrad gehört, der ist vergessen… nur mehr pure Enttäuschung!

    "Lächelnd" greife ich dem Zwerg unter die Arme und hebe ihn auf die Couch, freier Blick auf die Welt! ein freudiges Lächeln zaubert ein Strahlen in die Augen des Kleinen. Er sitzt sogar auf diesem Ungetüm, das ihn nebenstehend so klein erscheinen hat lassen! Er, der neue Bezwinger aller Monster, der Herrscher der Welt, der absolute Held! Und neben ihm, ein neuer Freund, ein Wilder, der eigentlich doch nicht so wild ist, wie er aussieht…

    Dann schalte ich die Zündung ein, das Mäusekino mit seiner Lampenpracht erwacht im Selbsttest zum Leben, zieht den kleinen Zwergeuropäer in seinen Bann… und dann beginnt plötzlich Ian Anderson mit dem Flötensolo in “Locomotive breath”… Hölle, der Zwerg sitzt im Himmel! So scheint es, seinem Grinsen nach zu urteilen und plötzlich, nachdem der Bann gebrochen ist, wagt sich auch der andere Minimann heran…

    Nun hebe ich den Einen runter, stelle ihn neben seinen treuen Freund und verabschiede mich, ich muß zur Arbeit, und die zwei, von Zwergen zu Riesen gereift, innerhalb eines Handgriffs (ja, mehr war für den zwerg ja auch nicht nötig!), verabschieden sich ebenfalls. Der Kindergarten ruft, es gibt Neues zu erzählen, neues, von einer noch nie dagewesenen Wichtigkeit…

    ...und ich lächle, sehe ihnen nach, starte und rolle, abgesehen von Jethro Tull begleitet vom sanften bluppern des Motors, beinahe geräuschlos davon...
    (Quelle:motorrad-news.com/Grazer)
    Geändert von V-Storm (18.10.2010 um 18:10 Uhr)
    * * *
    Keiner ist so verrückt, dass er nicht noch einen Verrückteren findet, der ihn versteht !
    (Friedrich Nietzsche)


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    Cool Aus dem Tagebuch eines "alten" Bikers 40

    Es gibt gewisse Diskussionen in diversen Motorradforen, die immer wieder aufkommen und immer wieder darauf hinaus laufen, daß manche angefeindet und als ignorante Idioten dargestellt werden, nur weil sie anders denken als die “braven Biker”… und irgendwann ist der Punkt erreicht, wo ich mir solche Diskussionen nicht einmal mehr durchlese, weil’s weder einen Wert noch eine Zukunft hat…

    Worum’s geht? Die ewige Diskussion um Schutzkleidung… warum in drei Teufels Namen soll jemand nicht in Badehose und Schlappen auf'n Möppi hocken? Wenn er es so für ausreichend hält, warum nicht? Ist doch sein Problem, wenn es ihn zerlegt und er dann für’s Leben gezeichnet ist, oder? Was soll die Diskussion von wegen Asozial, weil für seine Reha-Kosten immer auch die Anderen mit aufkommen müssen? Gibt es solche Diskussionen auch bei Alkoholikern? , also warum dann bei uns Bikern???

    Klar hat man es nicht im Sack, ob einen nicht so ein Vollkoffer in der Blechbüchse den Vorrang nimmt oder sonstwie zu Boden schickt, aber dann soll der auch löhnen ohne Ende. Dummheit und Ignoranz gehören einfach bis ans Ende aller Tage bestraft, oder nicht? Weil in der Regel, also ich gehe jetzt mal von mir aus... verhalte ich mich ja relativ vorausschauend und rücksichtsvoll, ich bin ja nicht unsterblich und irgendwie würde ich schon noch ganz gerne so 20 bis 30 jahre fahren…

    Aber wenn dann so ein Idiot mich vom Bock holt, dann ist es eigentlich völlig egal, ob ich nun in einer mittelalterlichen Rüstung oder in Jeans und Turnschuhen unterwegs bin, denn die Ursache an meinem unfreiwilligen Abstieg ist die “Hilfe” anderer… und dann soll er, und nur er!!!,- für den angerichteten Schaden aufkommen! Wenn auch mit Schutzkleidung die Verletzung vielleicht nicht ganz so wild gewesen wäre, aber kann das jemand garantieren? Nein, nicht wirklich, oder?

    Sicher, es gibt auch immer wieder die sogenannten “Alleinunfälle”, aber die kommen nicht von irgendwo, die beruhen im allgemeinen darauf, daß man nicht angepasst unterwegs ist! Kies in der Kurve ist z.B. im Frühjahr vorhersehbar, schön, wenn keiner da ist, aber ich sollte wohl davon ausgehen, daß welcher ist, oder? Und das im Herbst Laub gefährlich sein kann, ist auch nix neues mehr und daß dieses System auch ohne Spaßverlust funktioniert, beweise ich mir jede Saison auf’s neue, weil in der Summe muß ich pro Saison vielleicht 4 mal schärfer bremsen auf 16.000km, das sagt schon was, oder? Die vier Bremsmanöver sind oft nur eine Reaktion auf andere hirnlose Verkehrsgefährdungen, z.B. Blondinen am Steuer … aber selbst diese Gefährdungen könnte man frühzeitig erkennen und halt die Emotionen daheim lassen!

    Ja ich weiß, ich bin kein gutes Vorbild, ich geb’s ja zu, aber im Sommer bei extremer Hitze bin ich auch sehr oft sommerlich gekleidet ohne Panzer oder sonstige Wehrartikel am Bike anzutreffen und ich bin nicht unbedingt immer der Langsamste: Aber eben dort, wo ich sicher sein kann, daß ich mal am Gashahn drehen kann… und das einzige was mich dann treffen könnte, ist, wenn wieder mal eine Boing ihr Triebwerk verliert… aber sonst? Nun, eine Hummel im Tiefflug, die reißt wirklich keine löcher mehr in meine vergilbte, lederne Raucherhaut … oder bricht mir gar den Knochen… denn ich fahre, um zu fahren, nicht um zu fliegen!

    In diesem Sinne: Die Linke zum Gruß! ...und an alle Dosentreiber: wenn der Aschinger voll ist, entweder leeren oder Auto wechseln, aber um eurer und meiner Gesundheit Willen; laßt die Kippen drinnen, die machen Löcher in den Klamotten!
    (Quelle:motorradnews.com/Grazer)
    Geändert von V-Storm (18.10.2010 um 18:10 Uhr)
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