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Thema: E10 : ADAC fordert Politik zum Eingreifen auf!

  1. #1
    Avatar von V-Storm
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    Beitrag E10 : ADAC fordert Politik zum Eingreifen auf!

    Die Tricksereien der Mineralölkonzerne bei der Einführung des neuen Kraftstoffs Super E10 sind nach Ansicht des ADAC nicht hinnehmbar. Aus diesem Grund hat ADAC-Präsident Peter Meyer Bundesumweltminister Norbert Röttgen um Unterstützung gebeten. Er forderte ihn auf, nicht zuzulassen, dass circa vier MillionenMotorrad- & Autofahrer, die nach wie vor auf E5-Kraftstoff angewiesen sind, an den Tankstellen über Gebühr abkassiert werden. Offensichtlich verfolgen die Ölkonzerne massiv die Absicht, die Kraftstoffsorte Super E5 mit 95 Oktan vom Markt zu nehmen und nur noch E5 mit 98 Oktan anzubieten. Dieser Sprit wird unter den Bezeichnungen Super und SuperPlus meist etwa fünf Cent teurer als Super E10 verkauft.

    Das Vorgehen der Mineralölkonzerne stehe im Widerspruch zur ursprünglichen Absicht der Politik, die sich in der geltenden Bestandsschutzregelung ausdrücke, moniert der Autoklub. Ziel des Gesetzgebers war es, die auf Super E5 angewiesenen Verbraucher vor unangemessener Benachteiligung zu schützen. Dies, so Meyer, werde jetzt von den Konzernen grob missachtet. Der Automobilklub appelliert eindringlich an Bundesminister Röttgen, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um das Aushebeln der Bestandsschutzregelung zu verhindern und faire Kraftstoffpreise zu ermöglichen.



    (Quelle: mw-logo.gif & Auto-Reporter.NET/sr)



    Bisher nur schlechte Nachrichten mit diesem Super E10.
    * * *
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  3. #2
    Avatar von Kuno
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    Aber die Politik,sprich der Staat verdient doch kräftig mit an der Sache und da glaube ich nicht das Die was dagegen unternehmen

  4. #3
    Avatar von touri
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    Zitat Zitat von V-Storm Beitrag anzeigen
    faire Kraftstoffpreise zu ermöglichen.

    Na, das ist doch mal eine Aussage. Wann waren die jemals fair??

  5. #4
    Avatar von V-Storm
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    Angst habe noch etwas zum Thema...

    Kommentar: „Trick 17“ und der neue Sprit


    Quasi um die Wette reiben sich die Mineralölgesellschaften und der deutsche Finanzminister derzeit wohl die Hände. Schließlich pegelt sich der Literpreis für Kraftstoff hierzulande bei 1,50 Euro ein. Welch traumhafter Trend für Profiteure! Lustvoll beobachten dürfte auch die regierenden Schuldenmacher, wie sich zusammen mit den Kraftstoffpreisen die Steuereinnahmen kontinuierlich weiter nach oben schrauben.

    Man erinnert sich: Einst wurde eine frühe Forderung der Grünen, nämlich den Literpreis auf fünf D-Mark anzuheben, als ideologische Luftnummer belächelt. Die Realität holt uns ein. Langsam nimmt die sündige Preisvorstellung in Grün Gestalt an. „V-Power“ (1,509) und „Racing“ (1,579) bei Shell oder per SuperPlus (1,509) und Ultimate 102 (1,619) bei Aral geben den Takt vor. Die Spitzensorten lassen ahnen, wohin die Reise geht.

    Mit der Einführung neuer und dem Auslaufen bisheriger Qualitäten lässt sich der Preistrend nach oben kaschieren. Schon jetzt kann man die traditionelle Kraftstoffqualität Super selbst an einer großen Aral-Tankstelle gleich neben der Autobahn A 10 nur noch an einer einzigen Tanksäule zapfen; für 1,509 Euro pro Liter. Damit kostet Super, präziser: Super 95, genauso viel wie SuperPlus 98, dem die Kundschaft angesichts des gleichen Preises verständlicherweise den Vorzug gibt. Und was passiert? – Nach einer Schonfrist wird Super 95, immer weniger nachgefragt, vom Markt verschwinden. Der „Trick 17“, unterschiedliche Qualitäten eine Zeitlang zum gleichen Preis anzubieten, bereitete schon dem Normalbenzin samt seinem einst stets günstigeren Preis ein Ende. Dem preisgleich angebotenen Super musste Benzin letztlich unterliegen.

    Emsig wird der neue Super E10 beworben, der nicht fünf, sondern zehn Prozent Bio-Ethanol enthalten soll, was (noch) nicht immer der Fall ist, wie der ADAC anhand von Kraftstoffproben aus E10-Säulen feststellte. An zwölf von 13 Tankstellen in Bayern lief aus der gekennzeichneten E10-Säule nachgewiesenermaßen Super mit bis zu fünf Prozent Ethanol. Die Kundschaft wird den Etikettenschwindel nicht bemerkt haben. Überraschendes ergab dieser Tage unsere Umfrage an Shell-Stationen im Berliner Umland: Super E10 wurde noch gar nicht angeboten. Es fehle am freien Tank, um den neuen Sprit bunkern zu können, argumentierten die Tankstellenbetreiber. Gerade seien die Tankstellen noch einmal mit Super 95 beliefert worden. Andere Markentankstellen bereiten sich offenbar erst aufs Angebot von E10 vor.

    Aber das ist nicht die Botschaft, die Fahrzeugbesitzer umtreibt. Sie beschäftigt zuerst, was sogar das Bundesumweltministerium einräumt, nämlich dass rund zehn Prozent aller benzinbetriebenen KFZ in Deutschland Schaden nehmen können, wenn sie mit dem neuen Super E10 betrieben werden. Das wären immerhin über 4 Millionen Fahrzeuge. Entsprechend groß ist die Verunsicherung der Fahrzeugbesitzer im Lande.

    Während sich die Umweltpolitik angesichts der EU-konformen Einführung von E10 mit gesetzlich verordnetem höherem Anteil von Biokraftstoff offenbar selber gratuliert, als sei Großartiges vollbracht, bleibt es dem einzelnen Fahrzeugbesitzer überlassen, irgendwie zu erkunden, ob sein Fahrzeug mit Super E10 betankt werden kann, ohne den Motor zu schädigen. Bei Aral liegt ein Handzettel aus. Gut gemeint, aber Ängste baut er nicht ab. Geraten wird („bevor Sie zum ersten Mal E10 tanken“), sich „unbedingt“(!) beim Hersteller des Fahrzeugs zu vergewissern, ob es E10 verträgt. „Falls Sie sich nicht sicher sind, tanken Sie bitte Aral Super 95 oder Aral SuperPlus.“

    Auf der Rückseite des Handzettels gibt es wenigstens als kleine Hilfe die Hotline-Nummern von rund 40 Autoherstellern bzw. Importeuren. Deren Telefone dürften verglühen, wollten 3,5 Millionen verunsicherte Autofahrer tatsächlich anrufen. Hilfreiche Öffentlichkeitsarbeit, die die Einführung von E10 hätte vorbereiten und begleiten können – Fehlanzeige! Offenbar soll sich alles nach der Formel einer anderen Branche regeln: „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker!“

    Besitzer von Motorrädern müssen nach der Hotline ihrer Marke ohnehin selbst fahnden. Der Aral-Handzettel (Stand: Januar 2011) verweist lediglich auf Rufnummern von Kawasaki und BMW. Deutschland ist Autoland..


    Völlig unter den Tisch fällt bei der umweltpolitisch angereicherten Bio-Debatte, dass Ethanol eine geringere Energiedichte hat als Kraftstoff fossilen Ursprungs. Die Folge: Der Einsatz von Kraftstoff, dem „Biosprit“ beigemischt ist, beschert einen Mehrverbrauch. Die Rede ist von etwa drei Prozent, wenn E10 getankt wird. So gesehen geht vielleicht jener Kraftstoff, der dank eines gelobten Start-Stop-Systems an Bord eingespart wird, beim Einsatz von Super E10 wieder verloren. Darüber redet nur keiner. Auch nicht über vernachlässigte etwaige andere Nachteile von Super E10, deren Folgen sich möglicherweise erst nach längerer Laufzeit der Motoren zeigen. Die berauschenden Parolen Bio und Öko können auch dazu verleiten, Irrwege einzuschlagen.


    (Quelle: mw-logo.gif & Auto-Reporter.NET/Wolfram Riedel)
    * * *
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  7. #5
    Avatar von Monkey
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    Standard Der Tankende ist der Dumme

    Habe da mal wieder was aktuelles gefunden. ich könnt

    Die Mineralölindustrie wird im Jahr 2011 zuviel fossile und zu wenig nachwachsende Rohstoffe in Deutschland verkaufen. Das ist schlecht für das Klima, und daher droht der Branche eine stattliche Geldbuße. Kein Problem, sagt nun der BP-Chef von Europa, Uwe Franke. Denn er hat überhaupt nicht vor, wegen der Buße einen geringeren Gewinn zu akzeptieren, die Strafe also aus dem Firmenvermögen zu bezahlen. Nein, der Kunde an der Zapfsäule soll zusätzlich blechen. Es geht nicht um Peanuts, die Branche rechnet mit einer Buße von 300 und 400 Millionen Euro. Die Argumentation des Managers ist simpel: Den Unternehmen bleibe nichts anderes übrig bleiben, als die entstandenen "Kosten an die Kunden weiterzugeben". Ergänzen möchte man: Und weil die anderen Mineralölkonzerne das vermutlich genauso sehen werden, wird den Kunden nichts anders übrig bleiben, als mal wieder zähneknirschend mehr zu zahlen.
    Mit der BP-Methode machen Strafzettel Spaß. Die scheinheilige Argumentation des BP-Managers stellt dabei alle rechtstaatlichen Verhältnisse auf den Kopf. Bußen und Strafen sind eben keine normalen betriebswirtschaftlichen Kosten, sondern sollen für ein Fehlverhalten strafen. In diesem Fall soll die Mineralölindustrie bestraft werden, weil sie die gesetzlich geforderte Quote von Ethanol verfehlt hat. Wenn sie die Strafe per Umlage einfach an Dritte weiterreichen kann, verfehlt das ganze System seinen Sinn.

    Gegenüber dem Kunden nimmt sich der BP-Boss eine nicht zu überbietende Arroganz heraus und verkauft sie obendrein auch noch für dumm. Das E10-Desaster war für die Konzerne nämlich ein gutes Geschäft. Lange Zeit blieb ratlosen Kunden an vielen Tankstellen gar nichts anderes übrig, als das teure Super Plus oder gar einen Premiumsprit wie V-Power zu tanken, wenn sie dem E10 misstrauten. Am Edelbenzin wird sehr gut verdient. Zu Recht sagt der ADAC, dass die Industrie mit diesen Mehreinnahmen die Strafe bereits reingeholt habe.

    Bisher wunderte man sich, warum ein erklärungsbedürftiges und für viele Motoren nicht ungefährliches Produkt wie das E10-Benzin einfach ohne jede weitere Hilfestellung an der Säule angeboten wurde. Die katastrophale Markteinführung von E10 erscheint nach den entlarvenden Äußerungen von Franke auf einmal ganz logisch: Warum hätte man sich große Mühe mit Aufklärung machen sollen, wenn man die drohende Buße sowieso nicht selbst bezahlen will, sondern dafür ja uns hat, die Kunden?

    >> Quelle <<
    see you on the road
    Monkey


    Gibt es ein Leben nach dem Tod??
    Klau mein Bike und Du wirst es herausfinden.

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    heikai (27.08.2011),neumie5x (29.08.2011),Rotschopf (27.08.2011)

  9. #6
    Avatar von V-Storm
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    Ich verfolge dieses Thema auch schon wieder seit ein paar Tagen in Presse und Funk, muss feststellen es ist das selbe Lied in Neuauflage, ohne den Text zu ändern, statt dessen das altbewährte, ...der Kunde zahlt die Zeche!
    * * *
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    heikai (28.08.2011),Monkey (28.08.2011)

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