Voller Spontanität hab ich's vergessen......Sorry, war mal weg. Da meine zwei Frauen an der NordKüste zum Boxertreffen im Urlaub sind, habe ich mir kurzer Hand überlegt, den zwei Damen doch mal ein Überraschungsbesuch abzustatten.
Schnell noch die notwendigen Arbeiten erledigt, alle Autos vom Hof vermietet, damit nicht vielleicht noch einer am Samstag auf die Idee kommt, eines zu holen. Nun, so bin ich Freitag Abend nach Hause und habe eine Weile gehadert, was anstellen mit dem Wochenende? Möglichkeiten gab's genug. So hätte ich nach Friesau düsen können, oder Oschileben besuchen können, einfach nur zu Hause bleiben und mal ein Ründchen drehen, oder doch den Kurztrip an die Küste wagen...
Ja so habe ich mich für letzteres entschieden, ein paar Sachen zusammen gewürfelt, was braucht man denn schon für zwei Tage, ausser Körperpflegemittel (Duschbad und Zahnbürste), gute Kleidung wenn man essen gehen will, wasserfeste Schlumpersachen für den Deich-Spaziergang und eben die Reiseklamotte, meine Motorradrüstung, jeweils was für drunter und das entsprechende Schuhwerk... das reicht
Früh um vier die Koffer ans Möppi, und los gings, damit die Fahrt nicht in Über-Stunden endet, bevorzugte ich mal die Dosenbahn. Habe natürlich mein Navi mit entsprechenden Ziel gefüttert und bin erstaunt um die Rechenkünste des mobilen Begleiters. Das Teil hat wohl irgendwie mal gelitten, so sollte die kürzeste Strecke 8 Std. dauern, die Schnellste immer noch 6 Std., und beim ausschalten der Dosenbahn, wäre ich wohl Montag früh da angekommen. Zum Glück hatte ich vorab doch mal im Netzt gestöbert, wie man am besten fahren kann und habe mir dann im Navi eine halbwegs entsprechende Route aktiviert. Auch ein Kuriosum, im Netzt findet TomTom bessere Routen, wie mit aktuellster Software auf dem Endgerät
, muss ich nicht verstehen.
Die Fahrt ging denn bei Dunkelheit los, mein Dosenfahrer freundliches Licht erhellt mir die Bahn und beschehrt mir zu Weilen Grüße von entgegen kommenden Fahrzeugen...die kennen mich wohl alle. Durch Greußen, an Sondershausen und Nordhausen vorbei, gings Richtung Osterode durch den Harz in Richtung A7, Anschlußstelle Seesen. Auf der Dosenbahn den ersten Stop am Rastplatz Harz-Ost eingelegt, um mich mit einem kleinen Frühstück zu stärken. Igitt, ich hätt es lassen sollen, der Kaffee ist seiner Bezeichnung in keinsterweise gerecht gewesen und das Rührei war sowas von furchtbar schleimig, dachte ..diese Speise doch anders in Erinnerung zuhaben. Mismutig und noch hungrig gings eben weiter, um nicht zuviel Zeit zu verlieren. Verkehr war sehr angenehm, nur wenige auf der Piste, (Zweirad-Kameraden gar keine) somit ein zügiges vorrankommen. Bis, ja bis man einen Augenblick mehr auf's Navi schaut, statt auf die Schilder am Straßenrand. Habe im Tran, voll die Abfahrt von der A7 auf die A27 verpasst und mein Navi hat's mir so angezeigt. (werden die Dinger in Hamburg gebaut?) Bemerkt habe ich das ganze aber erst, als ich schon 60 km vor Hamburg war, ...dachte ich mir doch, Bremen - Bremerhaven war doch irgendwie mehr westlich gelegen und Soltau gar nicht auf meiner Strecke.
![]()
Den nächsten Rastplatz weit hinter Soltau angesteuert und kurz überlegt was zu tun ist. Mein tolles Navi hatte die übelsten Routen parat, von ...fahr doch noch mal zurück und dann auf die 27, bis ...lass uns doch nach Hamburch ziehn. Nach zig Routenberechnungen war mein Navi dann auch soweit, die kürzeste Strecke durch die nördliche Landschaft Niedersachsens zu finden. Im Nachhinein betrachtet eine tolle Erfahrung. Abfahrt Bispingen -> Behringen, Welle, Tostedt, Sittensen, Zeven, Bremervörde, Bad Bederkesa nach Dorum-Neufeld. Zwar gab es hier nicht so viele Kurven, wie wir sie kennen, aber trotzdem eine absolut lohnenswerte Tour, mit malerischer Idylle!
Endlich in Dorum das Ziel erreicht, zwar nur geringfügige 2 Std. später wie gedacht, aber ich war da.... Am Ziel meiner spontanen Gedankengänge...mal eben an der Nordsee...Am Kutterhafen ein Kaffee bestellt und erst mal die Luft... und den WIND geniesen.... Ja ja, Wind haben die hier oben mehr wie Sand am Strand, aber es war genial. Weil ich nun auch an der Küste bin, da durfte es gleich mal ordentlich gießen, keine 2 Minuten und der Schauer war vorbei. Das Hotel von meinen 2 Frauen auch gleich gesichtet und die nette Hausdame nach der Anwesenheit meiner Gutsten gefragt, sie war aber gerade mit der zweiten Frau(dem Hund) unterwegs. Habe dann doch mal Lady angebimmelt und gefragt wie es denn mir einer gemeinsamen Wattwanderung aussieht..
?
Hä, was, wie, Du bist nicht wirklich mit dem Möppi hier hoch gefahren???!!???
Sie war gerade mit 'ner ganzen Hundeschaar (Boxertreffen) ein paar Orte weiter zu Mittag. Wieder aufs Möppi und zum Restaurant gedüst, lauter Boxer und Boxermixe da, so viele auf einen Haufen (67 Vierbeiner) hab ich noch nie gesehen.
Meine Summer lag teilnahmslos auf dem Boden unterm Mittagstisch... bis sie mich gesehen hat. Holla da ging die Post ab, ein Freudentanz... herrlich, die anderen Hundebesitzer staunten und schmunzelten über meine kleine Wilde, da sie die letzten Tage, laut hören sagen, kein Muchs von sich gegeben hat. Nach dieser Begrüßungszeremonie habe ich auch Lady in den Arm genommen und durfte fühlen, wie sehr sich die Beiden gefreut haben mich zu sehen., so die Freude natürlich auch bei mir riesig war.
Nach dem Mittag noch mal kurz ins Hotel, Nachmittag war Wattwanderung angesagt. Watt... im Watt wandern... Neuland für Sonny. Aber sei es drum hatten es vom Hotel zur Nordsee, keine 100 Meter, einfach nur über den Deich und schon konnte man die Wassermassen, so sie nicht grad weg waren, Kutter und Schiffe betrachten. Zu diesem Zeitpunkt war gerade Ebbe, also Wasser weg. Zusammen sind wir ein paar hundert Meter über Watt gelaufen, dann ging ein mörderischer Regenschauer herunter, der Lady und mich nicht weiter störte, aber unsere Summer kauerte sich zusammen wie ein Häufchen Elend und wir beschlossen, zurück zu gehen. Trotz der Wetterkapriolen sind wir noch ein Stück am Deich gewandert und haben den ansässigen Leuchtturm erobert. Von hier aus konnte man weit in die Ferne schweifen und die Landschaft betrachten, oder weiter draußen im Meer die Schiffsgiganten.Abends ging es wieder zwei Örtchen weiter zu einem hundefreundlichen Restaurant und da haben sich Alle (Boxertreffen) wieder versammelt. Von einem leckeren Büffet konnte man essen so viel man wollte, für einen wie ich finde, guten Preis von 12,50 pro Pers. Nicht das da jemand glaubt es gibt nur Fisch, nee nee, die hatten auch Hähnchen, Schnitzel oder Gulasch... war sehr sehr lecker dort. Anschließend stand nur noch der Weg zum Hotel und die ersehnte Nachtruhe an.
Am Sonntag Morgen, ein leckeres Frühstück im Hotel, Kräfte sammeln, wird ja ein langer Tag heute (oh wie wahr). So sind wir zu dritt, ohne Möppi mit der Dose, in Richtung Wilster aufgebrochen, nur 152km, was Angesichts der Anreise-Km ein Klacks ist. Die Leitung hat diesmal ein Navigon übernommen und war auch trotz aktueller Software oft auf'm Acker unterwegs, wo wir Straße hatten. Was sagt man dazu, diese Navis. Die Strecke ging über Nordholz, Otterndorf, Neuhaus(Oste), Krummendeich nach Wischhafen. Von da aus mit der Elbfähre nach Glückstadt, weiter dann am AKW Brokdorf vorbei nach Wilster. Hier haben wir ein paar Bekannte besucht, welche uns zum Nord- Ostseekanal entführt haben. Ein kurzer Stop wurde an der tiefsten Landstelle Deutschlands eingelegt, wo wir auch ein Recklinghausener Bikerpärchen mit einem uralten Yamaha500-Gespann getroffen haben. Ich habe sie angesprochen woher und wohin des Weg's, so waren sie von Italien geradewegs auf dem Trip nach Norwegen. Beachtlich!!! Ein schnelles Foto für beide Parteien und es ging weiter zum Kanal. Ist schon ein bewegender Augenblick, wenn sich so ein Schiffsriese mit mehreren tausend Bruttoregistertonnen durch ein Kanal manövriert der nicht breiter wie 100m ist, wenn überhaupt. Eine kleine Wanderung entlang des Kanals und es ging wieder gen Wilster zur KüchenKaffeetime.
Frisch gestärkt mit Kaffee und Bienstichtorte gings auf den Rückweg, wieder per Elbfähre und bekannter Strecke nach Dorum-Neufeld.... schließlich stand noch meine Abreise bevor, welche schon zwei Stunden später war wie geplant. Gegen 18:30 Uhr habe ich mich von meinen 2 Frauen wieder verabschiedet und den Heimweg angetreten, bei einem Wetter, was man seinem ärgsten Feind nicht wünscht, aber da musste ich jetzt durch. Es regnete, stürmte und wurde noch schlagartig dunkel. Habe diesmal gleich die Dosenbahn A27 gewählt und bin bei diesen Wetterbedingungen bei Tempo 130 gefahren. Ab Bremerhaven war dann Schluss mit lustig, beschwere sich nur noch mal einer über unsere Straßen im Osten. Die rechte Fahrspur war mit Teerbändern übersäht, keine Schmalspurstreifen wie bei uns, ne die waren wenigstens 10cm breit und in einem Wirrwarr über die Bahn geschmiert, dann der Regen und der Wind, da hat mein Möppi mehr als nur einmal den Grip zur Straße verloren und es war mehr ein unangenehmes Schwimmen, statt fahren. Kurz vor Hannover-Nord, wie das Dach zugemacht, kein einziger Tropfen mehr...
...was war ich froh. Auf dem Rastplatz Harz, wieder eine kleine Pause eingelegt, einen Kaffee (der diesmal sogar schmeckte) und BoWo zu mir genommen. Endspurt war angesagt, nur noch 160km bis nach Home....
... was dann auch trotz Dunkelheit recht zügig voran ging. Um 23:15 war ich dann auch wieder glücklich zu Hause und war mehr als froh diesen Tripp geamcht zu haben.
Das Gebiet welches ich am WE so abgefahren bin, wäre auch für unsere Truppe mal ein gutes Wochenendziel mit Übernachtungen. In der Pension wo wir waren. Preis: 30 Euro pro Nacht mit Frühstück, die haben von Zimmer über Ferien-Häuser, Apartments, bis zum Campingplatz alles mögliche zu bieten. In Dorum am Kutterhafen treffen sich bei schönen wetter auch stets Motorradfreunde aus der Gegend, habe da ein entsprechenden Kontakt kennengelernt, der uns auch helfen würde, so wir mal da anreisen wollen.
Fazit: Diese Landschaft fernab der großen Städte, muß man gesehen und befahren haben, lässt sich mit Worten nicht beschreiben, trotz fehlender Kurvenmenge, meine Empfehlung für die Thüringenbikers. Auch wenn nur wenige Biker unterwegs gewesen sind, was aber wohl am wetter lag, die welche ich getroffen habe waren alle nicht von den Küstengebieten.
Bilder folgen !!!


LinkBack URL
About LinkBacks


. Zum Glück hatte ich vorab doch mal im Netzt gestöbert, wie man am besten fahren kann und habe mir dann im Navi eine halbwegs entsprechende Route aktiviert. Auch ein Kuriosum, im Netzt findet TomTom bessere Routen, wie mit aktuellster Software auf dem Endgerät
, muss ich nicht verstehen.
. Durch Greußen, an Sondershausen und Nordhausen vorbei, gings Richtung Osterode durch den Harz in Richtung A7, Anschlußstelle Seesen. Auf der Dosenbahn den ersten Stop am Rastplatz Harz-Ost eingelegt, um mich mit einem kleinen Frühstück zu stärken. Igitt, ich hätt es lassen sollen, der Kaffee ist seiner Bezeichnung in keinsterweise gerecht gewesen und das Rührei war sowas von furchtbar schleimig, dachte ..diese Speise doch anders in Erinnerung zuhaben. Mismutig und noch hungrig gings eben weiter, um nicht zuviel Zeit zu verlieren. Verkehr war sehr angenehm, nur wenige auf der Piste, (Zweirad-Kameraden gar keine) somit ein zügiges vorrankommen. Bis, ja bis man einen Augenblick mehr auf's Navi schaut, statt auf die Schilder am Straßenrand. Habe im Tran, voll die Abfahrt von der A7 auf die A27 verpasst und mein Navi hat's mir so angezeigt. (werden die Dinger in Hamburg gebaut?) Bemerkt habe ich das ganze aber erst, als ich schon 60 km vor Hamburg war, ...dachte ich mir doch, Bremen - Bremerhaven war doch irgendwie mehr westlich gelegen und Soltau gar nicht auf meiner Strecke.

. Die rechte Fahrspur war mit Teerbändern übersäht, keine Schmalspurstreifen wie bei uns, ne die waren wenigstens 10cm breit und in einem Wirrwarr über die Bahn geschmiert, dann der Regen und der Wind, da hat mein Möppi mehr als nur einmal den Grip zur Straße verloren und es war mehr ein unangenehmes Schwimmen, statt fahren. Kurz vor Hannover-Nord, wie das Dach zugemacht, kein einziger Tropfen mehr...
PN


Lesezeichen