...wenn das Gute liegt so nah, ...also quasi vor der Haustür
Nachdem mich mein Weg heute zu meiner Mam nach Gotha geführt hat, habe ich bei Abreise von dort gedacht: Nee, heute mal keine Bundesstrasse, das Wetter ist optimal, warum nicht Wald und Feldwege nach Erfurt erkunden!?
Gesagt, getan.. von Gotha die ersten lockeren Wege Richtung Remstädt, neben Buffleben, zwischen Molschleben und Friemar immer entlang auf Feldwegen. Kurzer Zwischenstopp irgendwo da in der Prärie, eine Zigarettenlänge und ein paar Fotos machen.
Weiter gehts auf holpriger Piste gen Kühnhausen, da wollte mein Feldweg enden und stellte mich vor die Wahl, auf den Asphalt oder durch den Wald? Nein ich wollte nicht auf den Asphalt, einfach durch und ein Hauch Freiheit in Mutter Natur genießen, also ab durch den Wald. Mein Gott, hätte ich vorher gewusst auf was ich mich da einlasse, dann bekomm ich Zweifel, ob ich das nochmal so machen würde.
Der Weg geschätzt einen Meter breit, völlig ausreichend, reichlich bedeckt mit goldgelben Laub, was für ein zauberhafter Anblick, doch welch Heimtücke er verbirgt. Da nichts ahnend, eine Senke, nichts ungewöhnliches.....
denkste, voll die Suhle da drunter, mein Baby am wühlen und stöhnen, dann kurzer Grip und schnipp, da wollt ich wohl nicht mehr und hab die kleine das erste Mal noch recht sanft auf den Waldboden abgelegt. Ja wir machen doch den ganzen Tag nichts anderes, als 200kg Möppis aufzustellen, bei Bodenverhältnissen, die trocken, bestimmt vor 5 Monaten zu letzten mal erlebt haben
. Nun es half kein wimmern und jammern, das Baby musste wieder hoch und dies ging sogar recht einfach. ...ob das schon die Entscheidung war, ich leg sie nochmal hin?....
Gut, die Schwarze wieder oben auf, ich schon mit Zweifeln behaftet, doch nichts desto trotz gehts weiter auf dem Waldweg, ohne zu wissen ...es kommt noch besser. Irgendwie ging es immer weiter durch den Wald, mit besonderer Vorsicht und immer auf der Suche nach dem trockenen Weg. Bisher wurden alle schlammigen Passagen gut gemeistert. Ab und zu über trockenes Feld, weil einfach der Weg zu matschig ist
.
Es ging ja nun eine Weile bergauf, also musste es auch wieder bergab gehen, ja so war es dann auch und der Weg versprach nichts gutes... doch es klappte erstaunlich gut, trotz verstopfter Profile der Reifen, hielt sich der Conti noch wacker, bis ja, da kam eine kleine Fuhrtdurchfahrt...irgend ein kleiner Bach... na den packen wir auch, obwohl... die Ausfahrt war etwas steiler, allerdings mit Schotter belegt. Augen auf und durch, kurzer Schramms am Krümmer und weiter, bis ja wohin will sie denn. Zwei Spuren, die eine schön flach, die andere tiefer mit Schlamm. Meine Schwarze konnte sich aber nicht entscheiden, also bergauf mit dem Vorderrad auf der schönen Spur und mit dem Hinterrad in den Schlamm, kurz gewühlt und gleich quer gestellt, schwupps...........da lag die Kleine zum zweiten mal.
Diesmal lief es nicht so klimpflich ab, ein kleiner Schaden, der rechte Blinker war hin, die hintere Fußraste ist etwas näher zum Auspuff gerückt, soll wohl im Winter gut sein
. Aber sonst war nix zu entdecken, was da noch sein könnte
. Das Baby wurde nun zum zweiten mal hochgerappelt werden, und das war lange nicht so einfach wie beim ersten Mal, da ich ja bergauf oder bergab (wie man's sieht) stand, rutschten die Räder wieder nach und ich hatte doch etwas mehr Mühe, um meine Strom auf die Reifen zu stellen.
Da habe ich das erste mal daran gedacht, was wenn ich Hilfe brauche, wen rufe ich an und was sag ich wo ich eigentlich bin... mmmhh, in solchen Situationen wächst man über sich hinaus, wenn man weiß es kann Dir keiner helfen, du musst es halt alleine schaffen. Ja nun stand die Strom wieder, tuckerte auch wieder gemütlich ohne Probleme und die Reise ging weiter bergauf. Oben angekommen, ein erfreuliches Wegweiser-Schild: Tiefthal und Kühnhausen
Endlich, dachte ich mir ..kann ja nicht mehr weit sein.
Mit voller Freude auf diesen Hinweis, gings auf einem Schotterweg weiter in Richtung Heimat und da kam ein Problem was eigentlich keines sein sollte. Der Weg selber war breit genug, allerdings nur in der Mitte scheinbar mühelos auf Schotter zu durchfahren, da rechts und links tiefe Schlammfurchen entlang liefen. Nun so denkt sich Sonny, sachte auf dem Schotterstreifen durch und gut. Denkste, wie ich auf dem Streifen entlang fahre, löst sich dieser in Wohlgefallen auf und wech war er. Wieder wühlte sich die Kleine durch den Dreck und verlor die Haftung, ein rum geschlitter und geeier, den Weg fast geschaft, doch sie verkantet erneut und schreit nach lass mich fallen...
So lag sie das dritte Mal und jetzt kam's dicke. Ich kann mir nicht erklären wie, aber der Handbremshebel war weggebrochen..unter meinem Protektor hinweg... vom Schalthebel war der Quersteg (Gummiteil) weg??????????? ...wie das denn, das Möppi lag doch immer nur rechts auf der Seite...Es half nichts, ich musste irgendwie weiter und das nur mit Hinterradbremse, eingeschränkter Schaltmöglichkeit. So habe ich mich recht schwermütig den weiteren Weg durchgefuchst, doch dieser wollte nicht besser werden. Ich hatte jetzt stets den kleinen Bach neben mir mal rechts mal links. Ja da waren so nette kleine schmale Brücken, drei konnte ich ohne weiteres überqueren, was mit meinem Handycap und der mäßigen Bodenbeschaffenheit nicht ganz einfach war.
Dann gelangte ich an eine Brücke, welche einen 25cm hohen Absatz rauf und wieder runter hatte, definitiv zu viel für mein Baby. Durch Zufall, lag da auch ein Stapel mit Stämmen und Brettern. Kurzer Hand für Auf- und Abfahrt ein Brett als Rampe angelegt und schon gings weiter, mit zaghafter Gashand und ersten Gang. Kaum 4 Kilometer weiter, stand ich vor der nächsten Brücke, diesmal hatte ich einen Absatz von 30cm auf der einen und einen halben Meter auf der anderen Seite. Hier war ohne Hilfe kein rüberkommen. Ich bin abgestiegen und habe mich in der Umgebung nach Ausweichmöglichkeiten umgesehen. Da gab es zum einen den Weg durch den Bach und auf der anderen Seite die Böschung wieder hoch, doch durch den feuchten Boden, hätte ich da keinen Grip gehabt. Weg Nr. 2 war eine Lichtung hinauf über nasses Gras, durch ein extrem schmalen, von Büschen zugewucherten Pfad.
Den Weg die Lichtung hinauf habe ich letztendlich gewählt, bin dann oberhalb auf eine weitere Lichtung gestoßen, an der eine Obstplantage entlang lief. Hier habe ich noch den kurzen Blick auf Erfurt genossen und bin dann den restlichen Wiesenweg nach Tiefthal reingefahren und weiter nach Kühnhausen in die Heinat.
Ach was war ich froh, ohne körperliche und auch sonst geringen Schäden wieder zu Hause zu sein. Das erste was ich mir gegönnt habe, einen Pott heißen Kaffee. nschließend waren erst mal Telefonate erforderlich, wegen Ersatzteilen.
Das sollte sich schwerer als gedacht erweisen, denn ausser den Handbremshebel bei Polo war nirgends was zu bekommen. Suzuki hätte Blinker und Schalthebel bestellen müssen, und das zu einem Preis der jenseits von Gut und Böse liegt. Wollte man für einen Blinker nicht 38 Euro und für den Schalthebel glatte 67 Euro haben!?.... boah, das Spaß immer so teuer sein muss. Nein
habe ich mir gedacht, nur den Bremshebel für 15 Moneten geholt und dann wieder heim gefahren, PC an und bei Ebay geschmökert. Blinker kurzer Hand für 17 Eus bestellt... doch vom Schalthebel auch hier keine Spur. Not macht erfinderisch, da ja nur der Quersteg abgebrochen ist, habe ich jetzt erst ein Loch durchgebohrt und eine Schraube mit Stegmutter befestigt, sieht sogar so aus als würde es nie anders sein
Jetzt ist nur noch der Blinker defekt, doch bis zum Wochende sollte auch dieser da sein und alles ist wieder Palletti
FAZIT:
Es war trotz der Zwischenfälle ein obergeniales Erlebnis, was ich nicht missen möchte. Würde ich nochmal so eine Tour machen? Ja, ...aber niemals nicht mehr alleine
und mit anderer Bereifung, dann hätte ich auch einige Situationen besser meistern können.
Natürlich habe ich ein paar Bilder gemacht, die ich noch einstelle, dauert aber wegen meiner Datenbahn
Es grüßt euch der verrückte, stürmische und teuflische......


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denkste, voll die Suhle da drunter, mein Baby am wühlen und stöhnen, dann kurzer Grip und schnipp, da wollt ich wohl nicht mehr und hab die kleine das erste Mal noch recht sanft auf den Waldboden abgelegt. Ja wir machen doch den ganzen Tag nichts anderes, als 200kg Möppis aufzustellen, bei Bodenverhältnissen, die trocken, bestimmt vor 5 Monaten zu letzten mal erlebt haben
. Nun es half kein wimmern und jammern, das Baby musste wieder hoch und dies ging sogar recht einfach. ...ob das schon die Entscheidung war, ich leg sie nochmal hin?....
. Irgendwie ging es immer weiter durch den Wald, mit besonderer Vorsicht und immer auf der Suche nach dem trockenen Weg. Bisher wurden alle schlammigen Passagen gut gemeistert. Ab und zu über trockenes Feld, weil einfach der Weg zu matschig ist
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... doch es klappte erstaunlich gut, trotz verstopfter Profile der Reifen, hielt sich der Conti noch wacker, bis ja, da kam eine kleine Fuhrtdurchfahrt...irgend ein kleiner Bach... na den packen wir auch, obwohl... die Ausfahrt war etwas steiler, allerdings mit Schotter belegt. Augen auf und durch, kurzer Schramms am Krümmer und weiter, bis ja wohin will sie denn. Zwei Spuren, die eine schön flach, die andere tiefer mit Schlamm. Meine Schwarze konnte sich aber nicht entscheiden, also bergauf mit dem Vorderrad auf der schönen Spur und mit dem Hinterrad in den Schlamm, kurz gewühlt und gleich quer gestellt, schwupps...........da lag die Kleine zum zweiten mal.
, die hintere Fußraste ist etwas näher zum Auspuff gerückt, soll wohl im Winter gut sein
. Aber sonst war nix zu entdecken, was da noch sein könnte
Endlich, dachte ich mir ..kann ja nicht mehr weit sein.
Es half nichts, ich musste irgendwie weiter und das nur mit Hinterradbremse, eingeschränkter Schaltmöglichkeit. So habe ich mich recht schwermütig den weiteren Weg durchgefuchst, doch dieser wollte nicht besser werden. Ich hatte jetzt stets den kleinen Bach neben mir mal rechts mal links. Ja da waren so nette kleine schmale Brücken, drei konnte ich ohne weiteres überqueren, was mit meinem Handycap und der mäßigen Bodenbeschaffenheit nicht ganz einfach war. 
, ...aber niemals nicht mehr alleine
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