So, nun mal ein erstes Stenogramm meines WE- Trips an die Küste…
Am Freitag Morgen ging´s mit Gerald und seiner 30-jährigen 250er ETZ (ein paar kennen ihn mit seiner Hayabusa von der Messe) und meiner DR 650 an die Küste.
Unsere Rasselbande wurde nebst Verpflegung in eine voluminöse Dose gesteckt.
Um acht war Abfahrt.
Da wir Kilometer machen und dabei zusammenfahren wollten, hatten wir Hauptstrecken ausgewählt…
Route in Gockelmäpps
Mit einigen wenigen Stops und noch weniger Kurven ging es über Sangerhausen durch´s angehaltene Sachsen. Das Schönste an dieser Streckenführung sind immer noch die teils recht alten Städte, die man quert.
Fahrerisch ist es weniger reizvoll (wenn man Abwechslungen wie Kurven mag), was sich im Laufe der Tour noch verschlechtern sollte….
Die Fahrt in die Altmark (S./A.) und die Prignitz (Brandenburg) brachte dann eine Verbesserung in der Aussicht… Die Landschaften und die kleinen Dörfchen sind immer wieder wunderschön!!!!
Dafür wurde das Fahren immer schwieriger. Nicht, dass extreme Kurven oder schwierige Strecken den Schwierigkeitsgrad erhöhten…. Nein! Bei schnurgerader Strecke (OHNE ALLEEBÄUME) wurde gerne mal das Tempo behördenseitig auf 80 km/h reduziert, was durch die Einheimischen Rentner auch in Gänze – 10 km/h umgesetzt wurde.
Aber da…..ein Warnschild „ Vorsicht gefährliche Kurve“ !!!! Jippieaheeee hin und dann ein 60km/h Schild und ein leichte Richtungsänderung der Straße, ohne dass der Reifen die Chance bekommen hätte sich seitlich zu entlasten.
Es ist immer wieder eine Freude zu sehen, wie sich die Brandenburger vor Kurven fürchten. Es werden einfach keine in die Straßen eingebaut!
Oder, wenn es unabdingbar ist, werden mehr Warnschilder aufgestellt als am Kyffhäuser. Die Geschwindigkeit wird auf wahnsinnige 50-60km/h herunterreguliert und zur Einhaltung dieser Regularien werden, so scheint´s, Rentner auf 400 €- Basis auf die Strecke geschickt, die mit ihren Pandas oder Daihatsus in diesen Kurven patroullieren und die Geschwindigkeiten durch langsames Hin- und Herfahren herausnehmen.
Lange Rede kurzer Sinn… landschaftlich wie immer sehr reizvoll… aber auf Haupstrecken nur widerwillig befahrbar.
Dann kurz vor Pritzwalk, an einer Kreuzung bei Neu- Schrepkow wurde Geralds sonst ruhige Fahrweise plötzlich ruckelig.Die rechte Hand ging vom Gas zur Zündung, die Linke in Richtung Vergaser, die Rechte wieder zur Zündung, dazwischen immer wieder schnelles Beschleunigen und appruptes Abbremsen…..
Endlich brachte er seine Rote zu Stehen.
Die Gute brachte nur noch Vollgas!!!! Daher sein wiederkehrender Griff zur Zündung. Immer wieder ausmachen und wieder testweise anrollen lassen.
Aber es half nix.
Also erstmal schauen, was sich offen zeigt…. Aha, Gaszug aus dem Vergaser rausgehüpft….
Wie geht das denn????
Naja, Versager auf, Nadel i.O., Aufhängung auch….Zug rein, Schieber rein… Ankicken und Rengedengedeng…. Vollgas…..
Versager wieder auf… Schieber noch mal rein…… Vollgas….. Was machen???????????
Monkey anbimmeln…keiner da….
Ah ja, mal Sonny anrufen…. Klingeling….schöne Musik, kein Sonny, der Arme musste ja noch knechten!
Da, Monkeys Rückruf… kurz das Prob geschildert. Kennt er, hat er selber schon leidvolle Erfahrungen mit gemacht. Schieber muß nur wieder ordentlich und in der richtigen Führung wieder rein.
Gesagt getan, es funktionierte.
Sonny rief auch noch zurück, ich konnte ihm nur dankend Erfolg vermelden.
Danke noch mal an Thomas und Thomas, dass sie Thomas zurückriefen!!!!!!!!! Auf die Thomasse ist eben Verlaß!!!!!!!!
Weiter ging es in Richtung Norden.
Und etwa 80 km weit ging es gut. Hier, am Plauer See, wieder das Vollgasprogramm!
Also rechts raus, Picknick starten, und Vergaser noch mal aufmachen.
Erst hier fiel mir auf und ein, dass die zweite Führung im Schieber in Geralds Vergaser kein Gegenstück hatte. Das Ding mal in die Sonne gehalten und siehe da…. Der kleine Dorn, der dort normalerweise sitzt war weg…
Gerald war die letzten km so sachte gefahren, dass die Leerlauffstellschraube als Führung reichte… einmal heftiger Gasgeben hat dann gereicht, den Schieber soweit zu heben, dass er sich drehte und dann im Vollgas hängen blieb.
Also Kulimine angespitzt und von außen probiert, ob sich der Dorn in die Vergaserwand zurückgezogen hat. Treffer, da war er. Aber wie den Guten jetzt so fixieren, dass er nicht bei den Vibrationen wieder Verstecken spielt?
Mit dem Messer einen kleinen Holzsplitter zurechtgemacht, hinter dem Dorn verkeilt und mit selbstverschweißendem Band festgezurrt…. Solide alte DDR- Technik!!!!!!
Kaffee haben wir auch noch bekommen und so konnte es dann weitergehen….
So... Teil 2 folgt morgen und Bilder so bald es geht….
Gruß
Thomas


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Die rechte Hand ging vom Gas zur Zündung, die Linke in Richtung Vergaser, die Rechte wieder zur Zündung, dazwischen immer wieder schnelles Beschleunigen und appruptes Abbremsen…..



PN
... geil
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.(ich muß die Bank aufpolstern lassen…)


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