Hallo Community.
Eigentlich hatten wir ja gehofft ein gemeinsames Wochenende mit euch zu verbringen, leider fehlt mir einfach die Zeit um hier etwas zu organisieren und ab August kann Steffi nicht mehr. Nun denn, ist nicht zu ändern, aus diesem Grund haben Lady und ich beschlossen mal ein paar Tage weg zu fahren, einfach raus aus den eigenen 4 Wänden, die uns bis dato mit Arbeit, weniger mit Erholung, geplagt haben.
Am Dienstag Abend die große Frage, wohin denn eigentlich? Unnötige Kosten wollten wir nicht provozieren, also bei meiner Mam angerufen, welche gerade in ihrer Heimat bei ihrem Freund ist. "Super, kommt her, wir freuen uns" waren ihre Worte, für Unterkunft wird gesorgt, na da war die Entscheidung doch bekräftigt. Schnell ein paar Sachen packen, Sonny alle Koffer voll, Steffi fast nichts zum transportieren. Nicht ganz so wie ihr denkt, ich habe wegen dem angesagten Regen bewusst meine Koffer als Stauraum gewählt, da wird nichts nass, linker Koffer für Steffi, rechter Koffer für mich und ins Topcase haben wir schnell benötigte Sachen gestopft. Lady hatte dann nur noch eine kleine Hecktasche mit Essen.
Wir waren uns einig, wir müssen raus, abschalten entspannen, einfach still und leise, so sind wir Mittwochmittag auf Tour. Da für diesen Tag reichlich Regen angesagt war, habe ich eine Route gewählt, wo wir erst recht spät in das feuchte Nass von oben geraten. In NDH noch prima sonniges Wetter, hat sich am unteren Ostharz schon eine schwarze Wand aufgebaut.. da lang wollte ich eigentlich, nein also doch erst Richtung Hasselfelde, nach Quedlinburg. Hier fing es denn auch an zu regnen, nicht sonderlich stark, aber es war nass. Wir hatten uns auf das Wetter eingestellt und so konnte uns die Dusche unsere gute Laune nicht verderben. Weiter ging's nach Egeln, wo wir an einem Imbiss 'nen Kaffee schlürfen wollten, aber nein, der war zu. Unter einer Bauscheune habe wir eine Zigarettenpause eingelegt, anschliessend ging es weiter nach Magdeburg. Ein absolutes Chaos dort, Baustelle an Baustelle und ein Stau nach dem anderen... war das ätzend. Wir haben uns tapfer dadurch gekämpft, obwohl es uns sehr viel Zeit gekostet hat, haben wir gen Ausfahrt in Magdeburg noch einen Tankstopp eingelegt, einen Kaffee getrunken und noch eine
. So gestärkt gings bei Regen weiter nach Brandenburg, da hatten wir zwischenzeitlich so starken Regen, dass wir fast anhalten mussten, da man kaum noch was gesehen hat. Zum Glück lies der Starkregen schnell wieder nach und wir sind in Brandenburg bei MCes eingeflogen. Wie war das doch gleich, Brandenburg, das Land der tausend Seen, wie recht die haben. Strassen in der Stadt so schlecht wie sie nirgends anders sein können, Krater, Flüsse und Seen auf den Gassen, da hatte man das Gefühl, gleich hüpfen die Karpfen von einem Pfuhl zum anderen. Man denkt das kann nicht so tief sein und bemerkt beim durchfahren, wie das Wasser bis hoch an die Scheibe spritzte
. Steffi hat da einige derbe Huschen abbekommen, doch sie blieb gelassen. Die Leutz dort haben nicht schlecht gestaunt, dass bei so einem Wetter Möppifahrer unterwegs sind und auch noch aus einer anderen Region
. Bei den Blicken habe ich zeitweise sogar bezweifelt, dass sie wussten zu welcher Gattung Verkehrsteilnehmer wir gehören, soooo große Augen hatten die
. Ich darf aber gestehen, die Leute hier sind sehr nett, so habe ich beim Tankstopp in Magdeburg, wie auch hier beim Fastfoodspezi, mein Navi aufladen können. Irgendwie funktioniert meine Stromversorgung am Möppi nicht und bevor wir in der Pampa landen, habe ich das KlausKlaus unterwegs geladen.
Nach Brandenburg haben wir auf gemütlicher Landstrassenfahrt mit herrlichen Blicken auf das Havelumland auch Potsdam erreicht, die Klamotten zwar pitschenass, aber innen trocken und wir waren froh, so doch die gesamte Fahrzeit inklusive Pausen 5 einhalb Stunden gedauert hat. Meine Mam und ihr Freund haben uns denne erst einaml mit leckeren Kaffee und einer warmen Mahlzeit versorgt, anschliessend ein gemütlicher Abend zu viert mit einem Glässchen Sekt brachte den Tag zum Ende. Unsere Unterkunft für die Nacht war das Gästezimmer, wo wir uns ausgebreitet und niedergelassen haben.
Am Donnerstag Morgen um 9 Uhr aufstehen, frühstücken und den Tagesablauf planen. Wir haben uns dazu entschieden etwas Kultur zu geniessen und sind mit unseren Möppis aufgebrochen um den Park Sanssouci zu besuchen. Vorab brauchte Steffi noch ein paar neue Handschuhe, so ging der erste Weg zu Polo in Potsdam, der um einges größer ist wie unserer in EF. Gefunden hat sie trotzdem keine und so sind wir zum benachbarten Suzukihändler, uns dort umzuschauen. Hier ist sie fündig geworden, noch ein kurzes Schwätzchen mit dem Cheffe gemacht...so z.B. über die neue Strom und eventuelle 1000er Strom. Bikes standen zwar reichlich vor Ort, aber nichts was einen wirklich bewegt. Gegenüber war dann auch noch ein Harleyhändler, der ebenso einiges an Bikes stehen hatte, neue wie alte. Was sehen meine grünen Äuglein da, mitten unter den Bikes, stand eine neue Bandit S-Version mit Koffer und Tourenscheibe, die ich für Holger geknippst habe, so als Anschauungsmaterial. Nach den Händlerbesuchen sind wir noch bei B-King reingeschneit und haben uns mit einem Burger und Kaffee versorgt. Genüsslich eine Zigarette hinterher und wir fuhren zum Park um kulturellarchitektonische Bildung mit botanischer Freizügigkeit zu erfahren. Ein Parkplatz war schnell gefunden, die Helme konnten wir in einem kostenlosen Schliessfach unterbringen, Eintritt zum Park war auch frei, so haben wir uns mit einem Parkplan auf den Weg gemacht. Mit meinen kulturellen Ausschweifungen werde ich mich aber auf das wesentliche begrenzen, da ich hier sonst nächstes Jahr noch am schreiben bin um alle Eindrücke und Infos wieder zu geben
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Erstes Ziel die historische Mühle mit ehemaligen Marstall, weiter ging es zum Schloss Sanssouci mit rückwärtigen Blick auf den Ruinenberg mit normannischen Turm. Die Aussicht von der Vorderseite gleitet über die Weinbergterassen hinunter zum Parkbrunnen mit großer Fontäne. Ebenfalls seitlich vom Schloss gelegen, die Gruft Friedrich des Großen (Friedr. II) und Grabstätte seiner Hunde. Im Nebengebäuden waren westlich die "Neuen Kammern", welche für Damen und Bedienstete der Königsfamilie vorgesehen war, östlich ist die Bildergalerie angereiht, mit sämtlichen Gemälden aus der Königsfamilie und Bildern aus ihren Besitztümern. Auf dutzenden kleinen oder großen Wegen kann man den Park durchwandern und je nach Bedarf seinen eigenen Rundgang gestalten. Auf jeden Fall ist es von Vorteil, wenn man über einen Parkplan verfügt, da das gesamte Parkgelände mehrere Fußballfelder groß ist und ohne genaue Lage das ein oder andere Domizil schlichtweg übersieht. Wir sind die Weinbergterassen hinunter zum Brunnen, von denen es übrigens einige gibt, weiter Richtung Friedenskirche durch den holländischen Garten zum Obelisk auf der Hauptallee. In der Friedenskirche fand gerade eine Hochzeit statt, welche auf Grund ihrer seltsamen Sachen und Hüte den Anschein erweckten, zu einer tütelümöchtegern Oberschicht zu gehören, alle so etepetete. Von diesem uns unbegreiflichen Spektakel haben wir uns nicht weiter stören lassen, ein paar Fotos gemacht und weiter zum Brandenburger Tor. Ja ja, richtig auch in Potsdam steht ein Brandenburger Tor, nicht so gigantisch wie das in Berlin, trotzdem nicht weniger anschaulich. Wegen des aufkommenden Hungergefühls haben wir auch einen Abstecher in die Brandenburger Vorstadt zu Potsdam gemacht, auf der Suche nach einem Bratwurststand oder ähnlichen. Schliesslich ist die Verpflegung im Park nicht nur dürftig, nein auch die ansässigen Restaurants haben Preise, da schlottern einem die Ohren. In der Vorstadt wurden wir fündig, eine Currywurstbude sollte es sein, Riesenwurst für 2€ sind Preise wie ich sie mag. Vor dem Laden waren ein paar Stühle auf denen wir Platz nehmen konnten um uns etwas auszuruhen. Laut Plan dauert nämlich der kleine Rundgang nur 3 Std., wir waren aber schon bei 2,5 Std. und hatten nicht mal die Hälfte. Ausruhen war leicht gesagt, wenn da nicht die frechen Tauben und Spatzen wären, die rücken Dir auf die Pelle, schlimmer wie jeder Kanarienvogel, um jedes Krümelchen vom Brötchen als erster zu erhaschen. War ein lustiges aber auch nerviges Schauspiel, wenn da die ganze Zeit so'n Schwarm um Dich rumflattert.
Wir hatten bikerlich gespeist und machten uns wieder auf den Weg in den Park um auch langsam die Rückfahrt anzutreten. Noch zu erwähnen, an der Friedenskirche ist auch die Gruft von Friedr. Wilhelm IV und das Mausoleum von Friedr. III. Durch den Marlygarten weiter Richtung Chinesisches Haus mit anliegender Teeküche. Hier kann man eine kostbare Porzellanausstellung besichtigen, so man Interesse hat.. Von hier ging es zum Sizilianischen Garten zurück zu den "Neuen Kammern" und der historischen Mühle. In unmittelbarer Nähe befand sich auch die Orangerie, welche wir aber erst am morgigen Freitag mit den restlichen Gebäuden erkunden wollten, der Rundgang ist dann doppelt so groß wie der heutige. Bei den Möppis angekommen, waren wir doch erstaunt, das dieser kleine Rundgang immerhin 4 Std. gedauert hat und wir machten uns vom Acker zu unserem Domizil, was in einem schönen kleinen Stadtteil vor Potsdam lag. Abendessen und gemütliche Runde bei einem Glas Wein, so haben wir diesen Tag beendet und freuten uns schon auf unser morgiges Vorhaben.
Auch heute hies es 9 Uhr aufstehen, genüsslich frühstücken, auf die Möppis um die zweite Etappe der kulturellen Runde in Angriff zu nehmen. Diesmal war der Startpunkt am "Neues Palais", ein Komplex, der in den vorderen Gebäudekomplexen ein Teil der Potsdamer Universität ist. Wenn man bedenkt, das doch über 20.000 Studenten in Potsdam ihr Wissen aufnehmen, ist ein so riesiger Schlossbau doch nur ein Teil des gesamten Unigeländes was in Potsdam auf verschiedene Standorte verteilt ist. Zur Uni im Sanssouci-Park gehören die nördliche und südliche Flügelgalerien, zwei gignatische Commun-Gebäude, verbunden durch eine riesige halbrunde Kolonade mit Aussicht auf das Palais und den Park. Weiter gehören der Pardiesgarten, Botanischer Garten und das Winzerhaus zur Uni. Verbunden ist das Palais durch den gesamten Park mit einer Hauptallee, die bis zum Obelisk am Osttor reicht, von der aus kleinere Wege kreuz und quer durch die einzelnen Parkzonen führen. Schon beeindruckt von den Uni gebäuden, ging es zum "Neues Palais". Hier sind verschiedene Zeitepochen zu bestaunen, was allerdings um genauere Informationen zu erhalten, mit einer Führung verbunden wäre... was wir jedoch aus Zeit und Kostengründen ablehnten. Zu erwähnen bleibt, das dieses Gebäude als prunkvolles Gästeschloss konzipiert war. Der erste Weg vom Palais führte durch die Gartenpaterre mit Mamorstatuen zum Freundschaftstempel, mit Blick zur Fasanerie. Hier haben Steffi und ich ein paar Fotos in Einsamkeit schiesen können, da dieser Teil des Parks von Besuchern wenig frequentiert war. Unser nächster Anlaufpunkt war die Meierei, die Parkgärtnerei und anschliessende "Römische Bäder"mit römischen Garten. Ab hier beginnt auch der Park Charlottenhof. Um eine kurze Info zu geben, der Park Sanssouci wird nach aussen als Ganzes präsentiert, unterscheidet sich aber in 5 Teile innerhalb. So gibt es den Sanssouci Park, dann den Park Charlottenhof, weiter den Rehgarten und Hopfengarten und als letztes den Orangeriegarten. In diesen Bereichen gibt es wiederum kleinere Gärten, wie z.B. Sizilianischer-, Botanischer, oder Paradiesgarten, um nur einige aufzuführen.
Eine kurze Raucherpause haben wir auf der Liebesinsel neben den Bädern eingelegt, welche, für mich nicht ganz schlüssig, vom Maschinenteich umsäumt ist. Auch befand sich hier eine Statue mit Bronzefigur, zu der man keine Informationen fand. Mensch, dachte ich mir..der muss geheimnisvoll sein, aber kurz und bündig habe ich ihn Klaus genannt und Lady musste nur laut lachen. Aber es hilft, wenn wir später davon sprachen und ich erwähnte Klaus, wusste sie gleich von welchem Teil Park ich gesprochen habe
. Nicht allzuweit von den Bädern und der Insel mit Klaus war das Schloss Charlottenhof zu finden. Der Name macht mehr her, wie das Gebäude im Endeffekt preis gibt. Klein, ganz wie eine moderne Villa, im Gegensatz zu den restlichen Gebäuden im Park. Was beeindruckend war, der Rosengarten und Dichterhain, sehr romantisch gelegen mit uralten dickstämmigen A-Hornbäumen. Nach Schloss Charlottenhof haben wir uns auf den Weg zur Orangerie gemacht, was ein ganzes Stück Weg bedeutete. Wir liesen die Meter im Park nicht ungenutzt zurück, sondern hatten jede Menge Spaß. So konnte ich mich auf einen Torso stellen, dessen Bronzefigur wohl Urlaub machte, oder wir knipsten die Männlein und Weiblein jener Epoche als Statuen verewigt. Steffi fiel dabei ständig auf, dass die Männer jener Zeit so kleine Schniedel hatten, was hab ich mich schief gelacht, ständig da einer und da noch einer, alles so kleine Dinger
. Mit so viel guter Laune bei schönen Wetter haben wir die Orangerie erreicht, jeder Schritt näher auf dieses pompöse Gebäude ist ein Foto wert, dem vorliegenden Kurgarten mit Reiterstatue von "Friedrich des Großen" und schöner Wasserkunst hinauf bis zum Orangeriehof, einfach genial. Auch die Orangerie mit ihren West- und Ostflügeln ist ein gignatisches Gebäude, mit detailierten Verzierungen und herrlichen Ausblick. Steffi und ich nutzten diesen Moment um einfach mal inne zu halten und zu geniessen, schliesslich wartete noch ein weiteres Stück Weg auf uns.
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Von der Orangerie ging es weiter zum Belvedere am Drachenberg. Der Weg führte durch zwei Arcadengänge gesäumt von A-Horn Bäumen geradewegs zum Belvedere dem ersten Aussichtsgebäude des Park Sanssouci ausserhalb der eigentlichen Parkanlage mit Blick über den Weinberg zum "Neues Palais" und dem Schloss Sanssouci, welcher heute allerdings durch die hohen Bäume recht eingeschränkt ist. Hier war der Endpunkt unseres kultutellen Rundgangs im Park Sanssouci und wir machten uns quer durch den Park wieder auf den Weg zum Palais um auf die Möppis zu steigen und noch ein Stück durch die Landschaft zu düsen.
Da die Zeit auch schon recht fortgeschritten war und nur noch eine kleine Runde im Zeitrahmen lag, haben wir uns nach einer Stärkung in einem Café in Richtung Brandenburg auf den Weg gemacht. Vorbei am Templiner See durch Geltow nach Caputh. Hier nutzen wir eine Fähre, die uns über die Havel brachte und wir weiter nach Michendorf, Neuseddin, Beelitz, Fichtenwalde ins Malerdorf Ferch reisen konnten. Da fand man an einigen Stellen dutzende bemalte Schiffe, Seemanns- und Piratenfiguren, wie man sie sonst aus einem Freizeitpark kennt. Für ein Foto hatten wir aber keine Zeit, da unser Abendbrot schon wartete. Ständig begleitet von der Havel und den umliegenden Seen ging es zurück nach Potsdam um den Schwielowsee, durch Locknitz und Petzow, entlang am Glindower See durch Glindow nach Geltow und Eiche. Zu Hause, endlich mal die Füsse lang machen und nach dem Abendessen vom erlebten Tag erzählen. Wie schon an den letzten beiden Abenden, haben wir den Tag in gemütlicher Runde ausklingen lassen und sind erschöpft und müde ins Bett gefallen.
Der Samstagmorgen begann wieder mit einem leckeren Frühstück. Heute wollte ich mal einen Teil meiner Verwandtschaft besuchen, wenn man schon mal hier ist, dann ist das einfach höflich vorbei zu schauen und guten Tag zu sagen. So haben wir uns gegen 10 Uhr auf die Möppis begeben und sind ein Stück durch die Landschaft bis nach Bochow. Hier ist mein Onkel mit Familie zu Hause, den ich zum letzten Mal vor über zehn Jahren gesehen habe. Was war die Freude doch groß. Lange nicht gesehen und doch wieder erkannt. Steffi wurde auch gleich herzlich aufgenommen und wir hatten bei einer Tasse Kaffee und 'ner genüsslichen Zigarette jede Menge zu erzählen. So streicht die Zeit wie im Flug dahin und wir machten uns auf den Weg, um noch ein wenig von der hiesigen Natur zu sehen. Das Wetter hat es wieder zu gut gemeint und um in den Klamotten nicht zu erschwitzen
, wollten wir den Fahrtwind geniessen und sind wieder los.
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Erst durch Nahmitz, Doberow, Grebs, Prützke, Schmerzke nach Brandenburg und weiter nach Weseram, Roskow mit Stopp in Zachow-Gutenpaaren. Hier ist der Geburtsort meiner Mam und von dem Haus der Eltern stand nur noch eine Ruine. Gut, ich war mal bei den Wurzeln mütterlicher Seits, jetzt gehts weiter. Irgendwie plagte uns der Hunger und laut einer Polokarte, sollte in näherer Umgebung ein Bikerdomizil sein, schauen wir doch mal was da geht. Durch Wachow, Quermathen nach Groß Behnitz auf der Suche nach "Biker Island", mussten wir feststellen, hier gibts gar nichts was diesen Namen trägt. Haben in einem Attelier einen Einheimischen befragt und er musste mir mitteilen, dass dieses Lokal schon seit zwei Jahren zu ist, da sich die Nachbarschaft wegen Ruhestörung beschwerd hat. Zum Glück gab es dort ein Landgut, wohl argwöhnisch betrachtet was die Preise betrifft, doch wir solten durchaus überrascht werden. Ein absolut Klasse zurecht gemachter Komplex, mit Restaurant, Café mit Seeterasse, Veranstaltungssäälen, Standesamt und und und. Untermauern möchte ich diesen Ort mit den Fotos die wir hier geknippst haben. Wie es der Zufall will, wieder eine Hochzeitsveranstaltung, diesmal aber recht junges Volk mit üblicher Kleidung. Steffi und ich haben uns einen Kaffee geordert und ein Riesenschnitzel mit Bratkartoffeln, sowie in Schmand gelassener Gurkensalat. Eine große Portion, richtig lecker für 8.50€, der Pott Kaffee für 1,80€, das nenne ich gerechtfertigt
. Gesättigt mit guter Laune ging es wieder in Richtung Potsdam, da wir meine Mam mit Freund noch im Garten auf Kaffee und Kuchen treffen wollten. Über Schwanebeck, Markee, Etzin nach Ketzin, weiter durch Paretz, Uetz-Paaren gelangten wir zurück nach Potsdam. Trotz das es etwas später bei uns wurde, konnten wir noch Kaffee und Kuchen erhaschen. Zu vorgrückter Stunde gings nach Hause und entspannten uns bei Film und Wein.
Der Sonntag, keiner wollte ihn, doch nun war er da, der Tag der Abreise. ein zünftiges Frühstück, Zimmer aufräumen, Koffer wieder gepackt so konnte es los gehen, zumal wir bestes Wetter hatten, was sich aber laut Wetterbericht nicht so halten sollte. Die Rückfahrt habe ich etwas anders geplant, da wir nicht wieder durch Seen und Flüsse in Städten oder unendliche Staus fahren wollten. So ging es gen Heimat über schöne Landstrassen durch Beelitz, Belzig, Wiesenburg, Reuden, Zerbst nach Breitenhagen, wo wir mittels Fähre die Elbe überquerten. Am anderen Ufer wollten wir eine Kleinigkeit essen, aber in dem so schön aufgetakelten Schiffsrestaurant gab es nur Fisch und am gegenüber liegenden Seniorenstand gab's nur komische Getränke mit volkstümlich musikalischer Unterhaltung. Oh Gott nur weg hier, dachten wir und schon waren wir auf der Piste, auf der Suche nach einem geeigneten Lokal um etwas zu futtern und zu trinken. Hatte vorher doch die Sonne geschien, so war ab hier Schluss mit Schönwetter, hier öffnete der Himmel seine Pforten und es regnete vom feinsten. Hilft nichts, wir müssen weiter, von Breitenhagen über Lödderitz, Gerbitz Bernburg(Saale), dann wegen Umleitung direkt nach Aschersleben, wo wir nicht hin wollten, aber da war gleich ein MCes, also Stopp einlegen und trocknen. Besser wollte das Wetter nicht werden und so blieb auch der Rest des Heimwegs feucht und kühl, hatten wir in Potsdam noch 26°C, waren es hier in der Gegend nur noch 17°C, ein ganz schöner Temperatursturz. Bei MC hat sich Steffi noch eine Fliesjacke drunter gezogen, die kleine war schon total unterkühlt und es ging wieder weiter, immer schon die heimischen Berge vor Augen... der Harz ist nicht mehr fern. Nach Falkenstein(Hz), Ballenstedt, Harzgerode, Stolberg noch einen kurzen Zigarettenstopp in Rottleberode und über Buchholz waren wir schon in NDH...endlich zu Hause.
Trotz des Regens habe ich deutlich gespürt was vermisst wurde, schon ab Ballenstedt konnte ich das zunehmen an Kurven bemerken, bergauf, bergab, rechts, links einfach nur geil...Da bei den Preussen, gab es kaum Motorräder zu sehen, selbst bei schönsten Wetter konnte man die an einer Hand abzählen. Erst ab Belzig nahm die Bikerdichte wieder zu, was Steffi und mich doch sehr verwunderte. Kann aber auch an den Verkehrsgegebenheiten liegen, so sind nicht nur mangelnde Kurven zu bemängeln, nein auch auf Kilometerlangen Landstrassen gilt dort ein Tempolimit von max. 80 km/h, was zeitweise sogar auf 60 begrenzt wurde und wir uns nur fragten, worin der Grund liegt. Bestimmt im Benzin sparen, denn Steffi und ich haben neue Rekorde beim Verbrauch erziehlt. Steffi hat mit ihrer Honda 425km mit einer Tankfüllung geschafft und da ich von Haus aus eh schon 5 Liter mehr im Tank habe wie sie, ist das Ergebnis noch höher, stolze 562 km habe ich geschafft. Wo soll aber auch der Verbrauch herkommen, bei den Geschwindigkeitsvorgaben, die man nicht mal erreicht hat, da irgend so'n Dosenfahrer noch langsamer war, wir aber nicht überholen wollten, wegen mobilen Blitzern die auch an jeder Ecke stehen. Ich bin immer fast in Tränen ausgebrochen vor Lachen, nicht nur das da oben jeder zweite Ort mit "ow" oder "zin" endet, nö die hatten auch lustige Namen wie Plötzin (bei uns heist das Blödsinn), oder Verkehrsschilder mit dem Hinweis auf eine gefährliche Doppelkurve, wo ich mich immer gefragt habe wann denn eigentlich die Kurve kommt
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Nichts desto trotz, wir haben ein paar sehr erholsame Tage gehabt, auch wenn es sich nicht so anhört, mussten wir nicht an andere Dinge denken und konnten abschalten. Besonders für Steffi war die Auszeit wichtig, da sie ja von der Arbeit mehr als gebeutelt ist, aber sie konnte sich erholen und die freien Tage geniessen. Nun sind wir wieder da, die Arbeit ruft und ihr wisst wohin wir uns so still und leise verkrümelt haben, habt Verständnis für diese Entscheidung.
Der Beitrag ist ja wieder wesentlich länger geworden wie geplant, Mensch das waren nur ein paar Tage. Was kommt bei raus wenn wir mal zwei Wochen unterwegs sind
Das reicht erst mal... bis zum nächsten Mal
der V-Storm& Lady
PS:weitere Bilder folgen, hab mich ja verhalten wie ein Japaner...


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. Nicht ganz so wie ihr denkt, ich habe wegen dem angesagten Regen bewusst meine Koffer als Stauraum gewählt, da wird nichts nass, linker Koffer für Steffi, rechter Koffer für mich und ins Topcase haben wir schnell benötigte Sachen gestopft. Lady hatte dann nur noch eine kleine Hecktasche mit Essen.
. Unter einer Bauscheune habe wir eine Zigarettenpause eingelegt, anschliessend ging es weiter nach Magdeburg. Ein absolutes Chaos dort, Baustelle an Baustelle und ein Stau nach dem anderen... war das ätzend. Wir haben uns tapfer dadurch gekämpft, obwohl es uns sehr viel Zeit gekostet hat, haben wir gen Ausfahrt in Magdeburg noch einen Tankstopp eingelegt, einen Kaffee getrunken und noch eine
. So gestärkt gings bei Regen weiter nach Brandenburg, da hatten wir zwischenzeitlich so starken Regen, dass wir fast anhalten mussten, da man kaum noch was gesehen hat. Zum Glück lies der Starkregen schnell wieder nach und wir sind in Brandenburg bei MCes eingeflogen. Wie war das doch gleich, Brandenburg, das Land der tausend Seen, wie recht die haben. Strassen in der Stadt so schlecht wie sie nirgends anders sein können, Krater, Flüsse und Seen auf den Gassen, da hatte man das Gefühl, gleich hüpfen die Karpfen von einem Pfuhl zum anderen. Man denkt das kann nicht so tief sein und bemerkt beim durchfahren, wie das Wasser bis hoch an die Scheibe spritzte
. Steffi hat da einige derbe Huschen abbekommen, doch sie blieb gelassen. Die Leutz dort haben nicht schlecht gestaunt, dass bei so einem Wetter Möppifahrer unterwegs sind und auch noch aus einer anderen Region
. Bei den Blicken habe ich zeitweise sogar bezweifelt, dass sie wussten zu welcher Gattung Verkehrsteilnehmer wir gehören, soooo große Augen hatten die
. Ich darf aber gestehen, die Leute hier sind sehr nett, so habe ich beim Tankstopp in Magdeburg, wie auch hier beim Fastfoodspezi, mein Navi aufladen können. Irgendwie funktioniert meine Stromversorgung am Möppi nicht und bevor wir in der Pampa landen, habe ich das KlausKlaus unterwegs geladen.
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. Mit so viel guter Laune bei schönen Wetter haben wir die Orangerie erreicht, jeder Schritt näher auf dieses pompöse Gebäude ist ein Foto wert, dem vorliegenden Kurgarten mit Reiterstatue von "Friedrich des Großen" und schöner Wasserkunst hinauf bis zum Orangeriehof, einfach genial. Auch die Orangerie mit ihren West- und Ostflügeln ist ein gignatisches Gebäude, mit detailierten Verzierungen und herrlichen Ausblick. Steffi und ich nutzten diesen Moment um einfach mal inne zu halten und zu geniessen, schliesslich wartete noch ein weiteres Stück Weg auf uns.
. Gesättigt mit guter Laune ging es wieder in Richtung Potsdam, da wir meine Mam mit Freund noch im Garten auf Kaffee und Kuchen treffen wollten. Über Schwanebeck, Markee, Etzin nach Ketzin, weiter durch Paretz, Uetz-Paaren gelangten wir zurück nach Potsdam. Trotz das es etwas später bei uns wurde, konnten wir noch Kaffee und Kuchen erhaschen. Zu vorgrückter Stunde gings nach Hause und entspannten uns bei Film und Wein.
. Besser wollte das Wetter nicht werden und so blieb auch der Rest des Heimwegs feucht und kühl, hatten wir in Potsdam noch 26°C, waren es hier in der Gegend nur noch 17°C, ein ganz schöner Temperatursturz. Bei MC hat sich Steffi noch eine Fliesjacke drunter gezogen, die kleine war schon total unterkühlt und es ging wieder weiter, immer schon die heimischen Berge vor Augen... der Harz ist nicht mehr fern. Nach Falkenstein(Hz), Ballenstedt, Harzgerode, Stolberg noch einen kurzen Zigarettenstopp in Rottleberode und über Buchholz waren wir schon in NDH...endlich zu Hause.
& Lady
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