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Thema: Starthilfe für meine Honda CB 750f

  1. #1
    Avatar von Haven
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    Standard Starthilfe für meine Honda CB 750f

    Hallo zusammen,

    ich weiss nicht wo ich es sonst posten kann, daher pack ich das mal hier rein.

    Die Motorrad saison geht wieder los, und bin grade dabei meine Honda wieder fit zu machen. Und da ist auch schon mein Problem.

    Ich bin zu meiner kleinen nicht all zu nett gewesen, und habe sie letzten Winter auf Grund Zeit mangel nicht ordentlich Eingemottet. Benzin im Vergaser gelassen usw. Das Rächt sich jetzt. :( will mich jetzt also drann machen und den Fehler wieder ausbügeln.

    Habe die Batterie auch schon geladen, und grade wieder eingebaut und so wie ich es erwartet habe, eiert zwar der Anlasser aber nix passiert.

    Hatt jemand ne Ahnung woran es hängen könnte??? Oder wo ich ne pdf Reperraturanleitung her bekommen könnt??

    Muss dazu sagen das ich in dem Bereich nen totaler Anfänger bin, aber ich habs verbockt, also bieg ichs auch wieder hin.

    Wäre schön wenn wer Helfen könnte.

    Liebe Grüße
    Haven

  2. #2
    jbg
    Avatar von jbg
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    Hi Haven,
    ne Ferndiagnose ist sicher schwierig.
    Mach mal die Kerzen raus, dann den Anlsser mehrmals kurz (!!!) betätigen, bis es deutlich nach Sprit riecht. Bei der Gelegenheit die Kerzen mal betrachten (Kerzenbild), säubern, Elektrodenabstand prüfen.
    Kerzen wieder einschrauben.
    Dann versuchste nochmal normal zu starten.(Anlasser max. 8-10 sec. drehen lassen, danach ne Pause von einer Minute)

    Ne Rep- anleitung findest du mit Sicherheit im WWW:

    Poste mal bitte von deinen Erfolgen.
    GRÜßE aus SAALFELD

  3. #3
    Avatar von Rookie
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    Wie lange stand sie denn wirklich unterm Strich?

    Ich glaube erstmal nicht, dass die Vergaser verharzt sind.

    Ich würde auch erstmal die Kerzen prüfen!

    Und dann sehen wir weiter!
    Diskutiere nicht mit Idioten, Sie ziehen dich auf ihr Niveau herunter und schlagen dich dort mit ihrer Erfahrung!



    Die deutsche Rechtschreibung ist Freeware. Das heißt, Du kannst sie kostenlos nutzen.
    Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. Du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.

  4. #4
    Avatar von Gixxer
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    Hallo
    1. Kerzen raus und säubern
    2. Vergaser leer lassen
    - an jedem Vergaser ist unten an der Vergaserwanne ein kleines Ablassröhrchen und eine Schraube die mit einem 3er oder 4er Imbusschlüssel geöffnet werden kann.
    - also Schlauch auf das Röhrchen fummeln und dann die Schraube auf drehen aber nicht ganz raus
    - nachdem sie leer sind nicht vergessen sie wieder zu zudrehen
    3. Kerzen wieder rein
    4. Benzinhahn kurz auf "PRE" stellen um die Vergaser wieder zu fluten
    5. Schock auf, anlassen

    müßte funktionieren kenne ich von mir selber hat bis jetzt immer geklappt
    aber immer dran denken den Benzinhahn wieder auf "ON" stellen sonst läuft dir der Tank leer

  5. #5
    Avatar von Norbert
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    Hm, das mit den Zündkerzen raus und Anlasser laufen lassen würd ich beim Mehrzylinder bleiben lassen. Ohne Masse hauts Dir ganz schnell die Zündspule/Blackbox weg.

    Gruß
    Norbert
    "Mit meinem Verhältnis zur Realität ist alles in bester Ordnung. Ich lasse es alle vierzehn Tage vorschriftsmäßig warten."

  6. #6
    Avatar von der alte Sack
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    Zitat Zitat von Norbert Beitrag anzeigen
    Hm, das mit den Zündkerzen raus und Anlasser laufen lassen würd ich beim Mehrzylinder bleiben lassen. Ohne Masse hauts Dir ganz schnell die Zündspule/Blackbox weg.
    das selbe habe ich auch gehört.

    ich würde auch die zündkerzen raus machen und durch neue ersetzen.
    den versager (ähm vergaser ) leeren und danach benzinhahn auf pre und die schüssel versuchen zu starten.


    viel glück

    c u
    säckel

  7. #7
    Avatar von sidecar
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    Standard mein senf

    bevor ich neue kerzen reinmache, erstmal prüfen ob überhaupt funkenbildung an den kerzen ist.
    wenn ja, dann auf jedenfall neue reinschrauben.
    jetzt die benzinzuleitung zu den vergasern abziehen, und nach öffnen des benzinhahnes kontrollieren, ob überhaupt benzin kommt.
    wenn ja, nach möglichkeit benzin so viel als möglich ablassen und durch neues ersetzen.
    fließt kein, oder nur wenig benzin, filter im benzinhahn reinigen. jetzt die schwimmerkammern (erstmal nur eine) abschrauben. dazu muß unter umständen die vergaserbatterie vom motor gelöst werden.
    oft sammelt sich in der vertiefung unter der hauptdüse wasser, oder noch schlimmer eine feste kruste aus sand ähnlicher substanz, bedingt durch die neuen zusätze im benzin. (ist mir selber schon zweimal nach kurzer standzeit passiert. sollte sich in der einen schwimmerkammer diese rötliche ablagerung zeigen, alle kammern abmachen und reinigen.
    nach möglichkeit die hauptdüse durchblasen, oder mit einem feinen draht (dünner kupferdraht von irgend einer spule eignet sich gut dafür) reinigen.
    jetzt das ganze in umgekehrter reihenfolge wieder zusammen bauen.
    dabei auf die dichtung der schwimmerkammer achten. (oft ein dünner o-ring.)
    hahn auf. kurz warten bis die kammern gefüllt sind, und im üblichen modus den motor starten.
    wenn er jetzt nicht läuft, gibt es noch die möglichkeit der versicherung einen brandschaden zu melden.

  8. #8
    jbg
    Avatar von jbg
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    Da dies ein alt bekanntes Thema ist, fünf Leute= zehn Meinungen hab ich mal aus meinem Lieblingsforum nen Beitrag kopiert.
    Auch hier kommt es regelmäßig nach den Wintermonaten zu vielen Meinungen und Versuchen Motoren zum laufen zu bringen.

    Ich kenne den Verfassen persönlich, glaubt mir, der versteht was davon, und verdient auch noch Geld damit.

    Wer dann was bleiben lasst, oder auch was gehört hat ist sicher jedem einzelnen überlassen.


    Hallo Leute,

    da ich 44 Semester an der Lomonosow-Unität in Moskau auf Verbrennungsmotoren studiert habe (Spezialisierung: „Warum springen VX800 – Motoren nach der Winterpause schlecht an?“), gebe ich hier auch mal meinen Senf dazu.

    Motoren die längere Zeit nicht gelaufen sind, springen allgemein schlecht an. Dafür sind mehre Faktoren ausschlaggebend:
    1. Je weniger Zylinder umso schlechter ist ein Motor zu starten.
    2. Da beim Abstellen immer ein oder mehrere Ventile offen bleiben, dichten diese Ventile nach längerer Stehzeit durch verkrusten von Verbrennungsrückständen und teilweise Korrosion am Sitz nicht mehr richtig ab.
    3. Die Kolbenabdichtung sinkt je nach Einbauspiel und Verschleiß durch abtropfendes Öl mitunter über 40% (Leaktests bei Flugmotoren).
    4. Der Kraftstoff verflüchtigt sich im Vergaser schneller als im Tank ,nicht weil er mit dem Alu reagiert (Eule), sondern weil die den Sprit umgebende Oberfläche (komplettes Schwimmergehäuse) im Verhältnis zur Kraftstoffmenge viel größer ist, als das Verhältnis von Tankvolumen zur umgebenden Tankoberfläche (Volumen = 3. Potenz).
    5. Dadurch fehlen im Vergaser–Kraftstoff unter Umständen die leicht entzündlichen Bestandteile oder die Vergaser sind eventuell ganz leer (VX800 vorderer Vergaser).

    Dass ein Anlassen mit gesunder Batterie erfolgt setze ich voraus!!

    Beim naiven Umdrehen des Zündschlüssels nach langer Pause passiert dann im Schlimmsten folgendes:

    Der Motor verdichtet schlecht – dadurch wenig Unterdruck am Vergaser – dadurch keine ordentliche Gemischaufbereitung – dadurch kommt unvergaster, schlecht zündender Kraftstoff nach langem Starten (nicht gut gefüllte oder leere Schwimmergehäuse) in den Brennraum – durch schlechte Verdichtung entzündet sich das minderwertige Gemisch nicht - dadurch wird die Kerze nass und funkt nicht mehr – und dadurch springt halt der Motor nicht an.
    Oftmals erlebt man nach langer Pause das der Motor beim ersten Laufenlassen leichtes Patschen oder Fehlzündungen hat – das ist die Folge von schlecht dichtenden Ventilen und schlecht zündenden Gemisch.

    Wirklich Sicher geht man folgendermaßen vor:

    Batterie prüfen (ganz kurz Kurzschließen und mittels Spannungsmesser prüfen ob sich die Spannung wieder erholt). Zündkerzen ausschrauben und den Motor ohne Kerzen bei offenen Benzinhahn und gezogenen Choke einige Zeit starten (Kerzen im Stecker lassen und auf Masse legen!!!). Dabei wird das schlechte Gemisch entsorgt und der Motor hat die Möglichkeit einen Ölfilm neu aufzubauen. Kerzen wieder einbauen – in dieser Zeit kann sich die Batterie erholen – und wieder Starten. Bei mir springt dann der Motor immer an. Die Kompressionsdefizite sind in der Regel nach kurzer Laufzeit wieder weg.
    Vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen, sein Bike zum laufen zu bringen.
    GRÜßE aus SAALFELD

  9. Die folgenden 2 Mitglieder sagen Danke zu jbg für diesen Beitrag.

    heikai (21.03.2010),Rookie (20.03.2010)

  10. #9
    Avatar von sidecar
    Gelöscht

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    Standard toll

    mit was die ruskies sich so allem beschäftigen.
    da fragt man sich doch, warum sie dann außer der ural nichts zustande bringen.
    ich habe zwar nicht studiert, dafür aber 44 jahre geschraubt.
    der aussage was die ventilabdichtung betrifft, stimme ich nicht zu.

  11. #10
    Avatar von Haven
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    Standard

    Hallo Leute

    wollt mich bei euch erst mal bedanken für die "starthilfe". Nachdem Ich dann endlich mal das passende Werkzeug bekommen habe hat alles prima funktioniert. Alten Kerzen raus, neue rein und schon war sie wieder da. Die Rauchwolke war übrigens Spitze, Nachbar hat gedacht ich will ihn Vergasen.

    Hätt ich gewusst das ich bei Japaner Moped auch Japaner Werkzeug brauch hät ich gleich Werkzeug dazu gekauft.
    18er Zündkerzenschlüssel wer hat den sowas tztztz.

    So jetzt ist sie in der Werkstatt zum Räderwechsel, ab morgen gehts wieder los.

    Dank euch auf jeden fall für die Hilfe.

    Liebe Grüße
    Haven

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