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Motorräder lassen sich in vielfältiger Weise modifizieren, um sie auch für Biker mit einem Handicap fahrbar zu machen. Selbst einem Solomotorrad kann man Beine machen.
Auf die Frage, wie man ein Motorrad »behindertengerecht« modifiziert, gibt es viele mögliche Antworten. Dabei ist die Grundfrage natürlich zunächst, mit welcher Art von Handicap man es zu tun hat. Denn während Arm- oder Beinamputierte sehr wohl in der Lage sein können, eigentlich jedes Solomotorrad ohne Einschränkung zu bewegen, kommen für Rollstuhlfahrer eigentlich nur Gespanne, Quads und Trikes in Frage. »Eigentlich« deshalb, weil es tatsächlich eine Möglichkeit gibt, die unverzichtbaren Beine auch beim Zweirad zu ersetzen: das »Feetless Bike System« (FBS). Entwickelt hat es Wilhelm Költgen, und es basiert auf der simplen Idee von Stützrädern, doch war es alles andere als einfach, diese simple Idee dann auch praxisgerecht umzusetzen.
Swuusch: Auf Knopfdruck stellt das »Feetless Bike System« innerhalb von 0,5 Sekunden Stützräder zur Verfügung.
Zahllose Planungs- und Konstruktionsstunden und rund 50.000 Euro Patent- und Entwicklungskosten später reicht heute ein Knopfdruck, um die beiden Stützräder innerhalb von Sekundenbruchteilen unter der Verkleidung hervorschießen zu lassen und das Motorrad damit sicher zu halten (s. Kasten). Allerdings hat Körtgen das FBS bis heute erst in rund ein Dutzend Maschinen eingebaut. Da es auf einer Solomaschine schwierig ist, den Rollstuhl unterzubringen, ziehen viele Interessenten dann doch ein Gespann vor. Außerdem sind die Kosten für den Einbau mit 13.000 Euro recht hoch, zumal natürlich die Maschine dafür auch noch her muss. Költgen sieht das System deshalb auch mehr als Imageträger, der belegt, »dass auch das scheinbar Unmögliche noch möglich ist«.
Quelle: Tourenfahrer online


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